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7.3.2018

menschliche miniaturen -2-

Thumbnail
Für Menschen welchen Geschlechts auch immer, die sich zumindest teilweise selbst beschafft ernähren essen oder wollen, ist das eine bekannte Situation: Man hat sich alles in den Einkaufswagen gepackt, wenn kontrolliert, dann mit Erinnerung oder Zettel, bei Hungergefühl gern noch etwas mehr. Dann treibt man sich wegen der eigenen Ehrlichkeit in Richtung Kasse. Gar nicht daran zu denken, etwas zu stehlen, was man dann selbst über den kalkulatorischen Umweg selbst mit bezahlen muss. Und dann staunt man still vor sich hin, dass andere das Gleiche vorhaben und auch tun.

In Gedanken sortiert man die Preise, überschlägt die Gesamtsumme, wirft einen verstohlenen Blick in das Portemonnaie (wer das nicht schreiben kann hat das Geld in der Hosentasche…) und malt sich in Gedanken aus, wie man schneller ist als die Kassiererin (oder der Kassierer!).

Da fällt der Blick auf den erbärmlichen Menschen, der nach mir in der Schlange steht. Mit dem 5-Euro-Schein in der einen und der Tiefkühlpizza in der anderen beginnt der Tau-Prozess. Und damit die erste Phase der Nahrungsaufnahme.

Ich überlege kurz: Habe ich heute schon eine gute Tat getan? Antwort: Um 10.15 Uhr ist damit nicht unbedingt zu rechnen. Schlussfolgerung: Es wäre angebracht. Aber wie sieht eine gute Tat angesichts dieser Gesamtumstände aus?

Schnell wird mir klar. Es geht um den Salzgehalt der Pizza, die Kalorien, die sich da drin verbergen, der ganze Zuckerkram und all das, was diesen Manchmal-Knoblauch-Geruch ausmacht und sich zuhause in der Tapete festzukrallen scheint. Fast food, so der Englisch-Lehrer eines meiner Söhne, bedeutet übersetzt: Fast essbar.

Drei bis vier Gehirnwindungen danach merke ich: Das ist keine Bekehrungssituation. Jedenfalls nicht in dieser gesundheitlichen Hinsicht. Vielleicht also für mich selbst?

Also schalte ich von Fremd-Belehrung auf Selbst-Bekehrung um – und winke den jungen Mann an mir vorbei. Da liegt nun die Pizza vor meinen Sachen auf dem Band. Das wundert das alte Ehepaar vor mir – und sie sagt: Ist das alles? Danngehnsemalvor. Schwuppdiewupp war er mit seiner Pizza an dem Warenpreis-Scanner.

Es war die gleiche Frau, die mich vor einigen Minuten angesprochen hatte und frug: Ich suche meinen Einkaufswagen und meinen Mann. Ich: In dieser Reihenfolge? Sie: Nee – mit einem inneren Lachen, wie es für eine zufriedene, alte beziehungserfahrene Frau typisch ist. Da müsste man ihr „Peter“ sein. Dass der so heisst, erfuhr ich an der Kasse.

Gut, dass es Männer gibt, die Tiefkühlpizza essen und das auch noch gut finden.
Gänse auf der B 6
26.2.2018

Eddy

ThumbnailMit einer Komplet, dem liturgischen Abendgebet, wurde die Internetkirche St. Bonifatius in funcity.de geschlossen.
Nach fast 20 Jahren ein schmerzlicher Einschnitt, der ursächlich mit den fehlenden Personen zusammenhängt - und durch das Ende meiner Berufstätigkeit entsprechend beschleunigt wurde.

Gefreut hat mich, dass viele aus dem Kirchen- und Klosterteam dabei waren, auch die wichtigen Menschen der Community funcity.de waren da. Die Community-Chefin, Marlene Manig, hat zum Ende mir (und damit dem ganzen Seelsorgeteam) den Eddy überreicht.
Das ist eine Auszeichnung für besondere Verdienste in der Community, benannt nach einem Programmierer der ersten Stunde. Gefreut hat mich, dass Monsignore Georg Austen die Laudatio gehalten hat. Diese findet sich als Grafik hier eingefügt.

Damit ist dieses lange Kapitel mit einem weinenden und einem lachenden Auge beendet.
Eddy alleEddy Laudatio
31.1.2018

Fastenimpulse 2018

Thumbnail"Was willst du, dass ich für dich tun soll?" (Mk 10, 51)

Dieser Vers aus der Heilungserzählung des Blinden Bartimäus in den Straßen von Jericho ist Leitbild der Fastenimpulse 2018.
Interesse geweckt?
Dann hier anmelden: Fastenimpulse 2018
10.1.2018

menschliche miniaturen -1-

man erlebt ja so das eine und-oder-vielleicht anderes. Versuchen werde ich, unter dem Label (gutes Wort, oder?) menschliche miniaturen das eine oder andere zusammenzuschreiben.

Hier die erste Miniatur:

1. Einer trage des anderen Last
oder: Ist das ein gültiger Generationenvertrag?

Neulich lang her, also am 9. November 2017, war ich auf dem Rückweg aus der Stadt zu meiner Wohnung. Das geht am besten mit der S-Bahn. Da fährt man nicht allein, und an jeder Haltestelle steigen Menschen ein und aus, mal nur mit sich selbst, manchmal in kleinen Gruppen.

Hier ist nun nicht davon die Rede, dass es Bierflaschen-Männer waren, sondern eine Dreipersonen-Dreigenerationen-Gruppe, die sich von der S-Bahn auf den Weg zu ihrem Zuhause machte. Das war auch mein Weg, jedenfalls am Anfang. Damit ging es los.

Es geht von der Station 3 mal 14 Stufen bergan. Da hatte ich noch nichts gesehen, aber dann. Mit schnellem Schritt zog ich an einem alten Mann vorbei (ca. 83 Jahre und 2 Monate, leicht nach vorn gebeugt, an hängenden Schultern schlurfiger Schritt, der auf Dauer die Schuhe an der Sohle abreibt bis auf das Chassis). Er trug einen rosa Tornister in der linken Hand, der durch das Gewicht die Schulterpartie schräg nach links unten verschob. Das wunderte mich, erzeugte allerdings keine fragenden Gedanken wie: 2. Bildungsweg? Sachverständiger für Materialprüfung mit Auftrag für Heimarbeit?

Als nächstes kamen zwei junge Leute mit Handy. Die spielen für die Geschichte hier keine Rolle, außer der Tatsache, dass der verschwommene Bereich rund um das Handy „Leben“ genannt wird. Das genau spielte sich hier vor meinen schnellen Schritten ab.

Das dazugehörige Leben sah ich vor mir an einer Frau, damit beschäftigt, ihr Gewicht nach vorn zu schieben. Die Wortwechsel zwischen dem alten Mann und dieser nun ja eher weniger mittelalterlichen Frau interpretierte ich als Vater-Tochter-Beziehung. Das erwies sich nach 20 Metern als richtig: Da sah ich ein Mädchen ausgelassen auf dem Weg hüpfen, frisch ausgeruht wie nicht anders denkbar. Die Tochter des 83-jährigen Mannes entpuppte sich als Mutter. Das Mädchen als Tochter. Drei Generationen in direkter Linie – hier auf dem Bürgerinnensteig.

Da war ich verwirrt. Wie schafft es ein Schultornister an die schwächste Hand? Vermutlich hat er sich das nicht ausgesucht: Rosa war noch nie die Lieblingsfarbe eines alten, gebeugten Mannes.
17.11.2017

genüsslich - Adventsimpulse 2017

ThumbnailDie 15. Ausgabe der Adventsimpulse stellt 22 adventliche Begriffe in den Mittelpunkt.

Mit dem Titel „genüsslich“ bieten wir, das Redaktionsteam Rainer Gelhot und Norbert Lübke, Ihnen ab dem 01. Advent täglich einen kostenlosen Adventsimpuls per Mail und/oder per WhatsApp an.
Wie bei unseren letzten Aktionen auch, bieten die Adventsimpulse ein spannendes Foto, einen Impuls aus maximal fünf Sätzen und ein Zitat aus der Bibel. In diesem Jahr stehen adventliche Genüsse im Mittelpunkt.

So möchten wir Ihnen im Advent täglich einen kleinen Genuss anbieten, der helfen möchte, die Adventszeit bewusst zu genießen.

Die Adventsimpulse beginnen am 1. Adventssonntag, dem 3. Dezember 2017, und enden am ersten Weihnachtsfeiertag.

Möchten Sie die Adventsimpulse kostenlos per E-Mail und/oder per WhatsApp abonnieren, können Sie sich ganz einfach auf www.adventsimpulse.de anmelden.

Das Angebot ist selbstredend kostenlos und die Adressen bzw. Telefonnummern werden auch nicht weitergegeben und sind für die anderen Empfänger auch nicht sichtbar.

Wir freuen uns auf die genüssliche Adventszeit mit Ihnen!

Herzliche Grüße

Rainer Gelhot & Norbert Lübke
Redaktion
Adventsimpulse
adventsimpulse.de
23.9.2017

Wahl-Recht

Thumbnail
Das hat mich doch mal interessiert. Wie war das mit dem ersten Mal? Und wann eigentlich. Auf die Suche nach Antworten habe ich mich deshalb gemacht, weil das erste Mal in meinem Wahl-Leben ich zwei Wahlbenachrichtigungskarten vorliegen habe. Eine für die Wahlen zum 19. Deutschen Bundestag am 24 . September 2017, eine weitere zum 18. Niedersächsischen Landtag am 15. Oktober 2017

Bis zur Wahl zum Deutschen Bundestages 1969 war das aktive Wahlalter 21 und das passive Wahlalter 25. Dies ist in Artikel 38 des Grundgesetzes geregelt, genauer in dem Abs. 2. Dieser Artikel wurde am 9. Juni 1972 geändert: Von da an ist das aktive Wahlalter bei 18 Jahren. Das Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes (BT-Drucksache VI/3395) vom 9. Juni 1972 wurde die Wahlalter-Regelung (ab 18 Jahre) an den Text des Grundgesetzes entsprechend angepasst.

Daraus folgt, wenn ich meine persönliche Alters-Zahl dort hineinrechne, dass ich das erste Mal bei der Wahl zum siebten Deutschen Bundestag am19. November 1972 mitgewählt habe.

In Niedersachsen ist das erste Mal nach dem 2. Weltkrieg im Jahr 1947 gewählt worden, dann einige Male zwischendurch und auch am 14. Juni 1970 und 9. Juni 1974. Da Grundgesetz und Wahlgesetz im Jahr 1972 geändert wurde, war meine erste Wahl in Niedersachsen die zum achten Niedersächsischen Landtag von allen am 9. Juni 1974.

Seitdem habe ich keine Wahl mehr ausgelassen, auch wenn es einmal sehr knapp war: Stau auf der A 7, das Wahllokal um 17.56 Uhr gerade noch erreicht.
Wahl
22.9.2017

Sommer zuende – Impulse aus

Mit den vielleicht letzten Sommerstrahlen und dem Ende der Sommerferien in Bayern sind auch die Impulse ans Ende gekommen: Sommerimpulse vom ersten Ferientag in Deutschland bis zum letzten.

Wie in den letzten Jahren zusammen mit Kollege Rainer Gelhot, Internetseelsorgebeauftragter des Bistums Osnabrück konzipiert und ausgedacht, umgesetzt und zusammen mit anderen geschrieben und mit vielen Fotos nicht nur von uns ausgestattet.

Selbst ich war überrascht, was da so Tag für Tag kam an Text und Foto. Einige haben zurückgemeldet: „Wie der Sommer, ist nun auch die Impuls-Zeit vorüber. Ich vermisse Bilder, Bibelspruch und die Texte dazu schon heute, einen Tag danach, sehr.“ Bald wird sich auch die Internetpräsenz
sommerimpulse.de
wieder zurückverwandeln.

Also Durchatmen und den Herbst kommen lassen. Das bedeutet für uns: Es wird Zeit für die Adventsimpulse, im Jahr 2017 dann zum 15. Mal. Immer ab 1. Advent, in diesem Jahr also dem 3. Dezember. Wir haben es dieses Jahr etwas leichter: Es gibt keinen wirklich richtigen 4. Advent, denn dieser ist zugleich der Heilige Abend: 24. Dezember.

Man mag dieses Jahr recht haben: Weihnachten kommt immer so plötzlich, zumindest, wenn der Advent nur drei Wochen dauert.
Kein Alternativtext angegeben
26.3.2017

Dr. rer.nat.

ThumbnailSohn Tobias hat nun seit gestern das offizielle Recht, sich selbst als Dr. rer. nat. zu bezeichnen, nachdem er am 23. Januar 2017 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg seine dort eingereichte Dissertation verteidigt hatte. Die Dissertation ist als Biotechnologie-Arbeit am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig entstanden.
Das Thema der Dissertation: Influence Of c-FLIP And A20 On Apoptosis Regulation

Darüber bin ich sehr begeistert.

Genauso wie vor einigen Jahren, als der Bruder von Tobias, Daniel , an der Leibniz-Universität Hannover am 23. November 2007 seine Dissertation „An Integrated Approach for Generation in SOA Projects“ ebenfalls verteidigt hatte. Seitdem ist das Dr.-Ing. Daniel Lübke.

Etwas kann man erahnen von der kreativen Gestaltung der Doktor-Hüte. Was wichtiger ist: Charakterliche Deformationen sind durch den neuen Namensbestandteil nicht entstanden, was nicht erwartet worden war.
TL DrDr. rer. nat. Tobias LübkeDr.-Ing. Daniel LübkeKein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegeben
8.2.2017

"Mehr ist Mehr" - Fastenimpulse 2017

ThumbnailDie Fastenimpulse sind tägliche E-Mails sowie WhatsApp-Nachrichten, die während der Fastenzeit mit einem prägnanten Bild, und einem kurzen Textimpuls einen kleinen Nachdenk-Impuls setzen wollen.

Das Angebot kommt aus der Internetseelsorge, konkreter aus der Internetkirche St. Bonifatius in funcity.de .

Hinter dem diesjährigen Titel „Mehr ist Mehr“ stecken zwei Gedanken:

Durch das Bild eines einzelnen Gegenstands bekommt man eine Idee davon, wie es wäre, wenn man ganz viele davon hätte – und ob man denn diese auch in dieser großen Anzahl wirklich brauchen würde.
So regt ein einzelner „Massen-Gegenstand“ - z.B. eine Büroklammer - zum Nachdenken über Verzicht und bewusstes Verwenden – dem Ziel der Fastenzeit – an.

Im Jahr 2015 lautete das Motto „Weniger ist mehr“. Es ging um viele Gegenstände (Ein Tellerstapel z. B.). So greifen die Bilder auch das Paradoxon zur vorletzten Ausgabe auf.


Wenn sie die Fastenimpulse kostenlos abonnieren möchten, klicken Sie bitte hier. (Dieser Link funktioniert bis Ostern 2017)

fastenimpulse.defastenimpulse.de
4.1.2017

Farbenlehre gelb-weiß-grün

ThumbnailEinfach mal abgesehen davon, dass weiß eigentlich keine Farbe ist, sondern nur das Gegenteil von schwarz, habe ich ein Problem:

Es gab einen technischen Defekt, der zur Handlung trieb: Nach Bildung von Hypothesen darüber, was warum nicht so funktioniert, wie es sein sollte, kam ich mit mir selbst überein, dass es einer Neuanschaffung bedurfte. Es geht um nichts Geringeres als einen elektrischen Antrieb für eine Modellbahn-Weiche. Da müssen andere Welt-Probleme zurückstehen. (Achtung: Ironie!)

Der Weichenantrieb für meine Modellbahn schreibt in der Anleitung (OK, nicht selbst, sondern die Erklärabteilung …):

Beiliegende Stecker an den Kabeln befestigen:
Roter Stecker an das gelbe Kabel (gerade)
Grüner Stecker an das grüne Kabel (abzweigend)
Wenn erforderlich, gelber Stecker an das weiße Kabel.

Find ich erst mal OK so, rot an gelb, grün an grün (erscheint logisch), dann noch gelb an weiß. Damit wären die Stecker verbunden.

Der einzige Nachteil besteht darin, dass die MÄRKLIN-Farben nicht auf TRIX übertragbar sind, denn bei „meinem“ Weichenantrieb gibt es nur gelb (gerade), grün (abzweigend) und weiß für den Rückstrom.

Wie kann man mit solchen Misslichkeiten umgehen?

Natürlich könnte ich das Management der Firma geißeln,

dass diese nicht die Abteilung für Beschreibung und Benutzung im Griff haben, dass der dortige Abteilungsleiter (oder eine Abteilungsleiterin) in die Wüste oder die Arktis geschickt werden sollte,

dass das Qualitätsmanagement vollkommen (wichtig ist immer: Superlative benutzen!) versagt hat,

dass kein Mensch mit so einer Anleitung klar kommen wird,

und dass das folglich den Absatz der Produkte minimieren wird – bis hin zur Firmenpleite. (Ja, auch da darf man schon mal plakativ auftragen!!!! – Ein Ausrufezeichen wäre da nicht genug!)

Ich für mich selbst habe mich allerdings entschieden, da keinen weiteren Aufwand zu betreiben, mich nicht aufzuregen, sondern genüsslich zu entspannen.

Warum? Ich habe die Anleitung gelesen, nachdem der Weichenantrieb eingebaut war und funktionierte. Das wirft noch mal ein ganz anderes Licht auf die Notwendigkeit von präzisen Anleitungen. Und ich weiß von mir selbst: Trotz vielfältiger Optimierungsversuche: Ich bin nicht fehlerfrei, und damit Mensch wie alle anderen.

Ich finde das tröstlich.
Kein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegeben
21.12.2016

Weihnachten kommt

Thumbnail
Manchmal kommt es zu Weihnachten nicht so besinnlich
wie man es sich wünscht mit Kerzenglanz und Zuckergebäck,
wenn man seinen Hobbys entspannt nachgeht
und den eigenen Freunden alles an gutem Gelingen wünscht.

Manchmal kommt es einfach nur „dicke“, „schlimm“, „heftig“
mit all den Anschlägen und Attentaten, gestorbene Menschen als unerwartete Opfer,
kaum nach allen Lebenstief-Orten Aleppo , die uns noch würgend im Hals stecken geblieben sind.
Existentiell die Menschen dort noch viel mehr und noch lang und länger.

Manchmal müssen wir uns eingestehen,
dass nichts getan werden kann,
weil vorher versäumt wurde,
die Zeichen der Zeit zu begreifen und dann anzupacken.

Manchmal kommt dann die Wurzel Jesse
in Form eines kleinen, hilfsbedürftigen Menschen
in die Quere der Allmacht-Gewalt-Phantasien rund um den Globus,
von Hass-Wahn gepusht das Leid von Unschuldigen eingepreist.

Manchmal ist dann Weihnachten
Geburtstag von Jesus,
dem Wortgewaltigen, dem Tatkräftigen,
dem angstfreien Gott-ist-mein-AbbaVater:

Aber dann:
Rettung und Befreiung
aus der Not und den Nöten.
Jesus, Christus, Theos, Uios, Soter – Jesus Christus, Gott, Sohn, Retter

Glückwunsch!
Wenn du dabei bist, bist du mittendrin:
Unterwegs auf der Lebensspur Jesu:
Vom Kleinkind zum Erwachsenen: für Recht und Gerechtigkeit.
Baumstumpf
13.11.2016

Adventsimpulse 2016

ThumbnailAm 1. Advents 2016, dem 27. November, ist es mal wieder soweit: Impuls-Gedanken mit Bild-Fotos zu adventlichen Begriffen.

Mehr findet sich auf der Homepage Adventsimpulse 2016 , dort auch der Link zum kostenlosen Anmelden.

Ein Foto vom Making-of findet sich hier .

Adventsimpulse2016
29.8.2016

Alles Gute zum 18. Geburtstag

ThumbnailDie Früchte im Garten des Nachbarn sind immer die leckereren, denkt man. Die Neugier des Menschen spielt uns einen Streich, weil wir gern über Grenzen hinausgehen und uns dafür interessieren, was dahinter zu finden ist. Schlaue Menschen meinen deshalb: Grenzen trennen nicht, sondern verbinden.

Ähnliches könnte auch geschehen, wenn sich menschliches Leben entwickelt und wenn Jungen und Mädchen erkennen müssen, dass sie mit 13 oder 14 noch nicht alles dürfen, was Volljährigen erlaubt ist, z. B. der Zutritt zu Solarien (was an der Strahlung liegt).

Wer nun denkt, dass Volljährigkeit, also das Erreichen der vollen Geschäftsfähigkeit, auch das aktive und passive Wahlrecht auf Bundesebene, immer bedeutete, dass man dazu 18 Jahre jung sein musste, irrt sich: Das ist erst seit dem 1.1.1975 so in der Bundesrepublik. Die DDR war da etwas schneller: Da durfte man schon ab 22.5.1950 aktiv die Volkskammer wählen. Naja, jedenfalls produzierte man im Kollektiv da fast 100-prozentige Lösungen. Und wichtig zu wissen: Ganz früher (vor 1876 in vielen deutschen Landen) wurde man in Deutschland erst mit 25 volljährig .

Ich stelle fest: Es hat eine rasante beschleunigte Persönlichkeitsentwicklung in den vielen letzten Jahrzehnten gegeben. Statt 25 nun mit 18 Jahren volljährig, dass bedeutet eine Verkürzung der Kinder- und Jugendzeit um 7 Jahre, also um fast ein Drittel der bis dahin zurückgelegten Lebenszeit.

Gottseidank hatte das auf den Erwerb des Führerscheins keine Bedeutung: Der ist schon immer bei 18 Jahren gewesen (mal abgesehen davon, dass Frau Benz gar keinen Führerschein hatte und auch nicht brauchte…)

Warum ich auf das alles komme, liegt an einer Anzeige, die bereits im Juni 2016 in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zu lesen war. Da wurde einem „ganz besonderen Mädchen“ alles Gute zur Volljährigkeit gewünscht.
Lass dir Zeit, erwachsen zu werden – das meinten Mama, Papa, Oma, R, K. und B.

Zwar markiert das 18. Lebensjahr von allen einen absoluten Einschnitt in der Rechtsstellung eines Menschen, aber man kann sich ja Zeit lassen: Geh ich mit 30 das erste Mal wählen, mach ich mit 40 meinen Führerschein? Oder rutsche ich vor meinem 45. Geburtstag noch schnell als Beamter in den öffentlichen Dienst?

Eigentlich kann ich mir ja Zeit lassen: Mit 60 wäre im Verteidigungsfall für Männer das Ende der Wehrpflicht erreicht. Das sollte ich doch schaffen.

Allerdings neige ich eher dazu, jungen Leuten nicht das Abwarten und Zeitlassen zu raten, sondern: Nehmt euer Leben in die eigenen Hände, übernehmt Verantwortung für euch und andere – aber lasst euch um Gottes Willen nicht Zeit, erwachsen zu werden. Das wäre eine Verschleuderung von Lebensenergie. So nach dem Motto: Och nööö, die Volljährigkeit mit 18 wird biografisch vollkommen überschätzt.

Nur lassen Sie sich bitte trösten: Es gibt noch eine ganze Menge von relevanten Altersstufen .

Ich jedenfalls wusste nicht, dass ich schon als noch nicht geborenes, aber gezeugtes Kind schon erbberechtigt gewesen wäre (§ 1923 BGB).

Bevor Sie vollends altern, sollten Sie sich noch als Schöffe engagieren. Damit ist es nämlich zum 70. Geburtstag vorbei. So steht es im Gerichtsverfassungsgesetz .

Als Notar haben Sie dann auch ausgedient. Der Stempel sind genug beigedrückt….

Mein Tipp: Genießen Sie in Ihrem jeweiligen Alterssegment Ihre Rechte und Pflichten

Ein besonderer Freiheitsgrad zum Erwachsenwerden stellt wohl die Vollendung des 10. Lebensjahres dar: Dann muss (!) man nämlich mit seinem Fahrrad die Fahrbahn bzw. den Radweg benutzen (§ 2 Abs. 5 StVO). Ab 12 darf man dann ohne Kindersitz im Auto mitfahren, egal wie groß oder schwer man dann gerade ist.

Immer dran denken: Lass dir Zeit, erwachsen zu werden.
Aber bitte aufpassen: Man wird trotzdem vor Gericht und auch sonst wie ein volljähriger Mensch behandelt!
volljährig mit 18
6.6.2016

Money makes the world ..

Gottseidank habe ich bis zum Ende gelesen, was mir ganz persönlich Dr. Pedro Pisa Pisa geschrieben hat: Wieder mal ein Mensch mit großem Vermögen, allerdings leider ohne irgendwelche Verwandten, dahingerafft und tot, ohne an die Verteilung des Reichtums zu denken. Keine Ahnung, wie man das so planerisch generativ aktiv-passiv hinbekommt. Ich halte das für sehr verantwortungslos, da es eine Vielzahl von Menschen, zu denen auch Dr. Pedro gehört, beschäftigt und umtreibt.

Es mag sein, dass das daran liegt, dass unter der heißen Sonne der spanischen Zentralbank die Erben einfach so wegsterben. Vielleicht ein Ausgleich zwischen Reich und Arm – diesmal nicht in reich wird mehr reich, sondern arm wird reicher… Immerhin ging und geht es um 16.200.000,00 Euro – keine Ahnung, warum das vor dem Komma immer so ein krummer Betrag sein muss…

Nach dem wirklich lukrativen Angebot, davon 45 % zu erhalten, 45 % bleiben bei dem Vermittler und immerhin 10 % soll an gemeinnützige Organisationen gespendet werden, bleibt nur:
Wer ist eigentlich so blöd, dass sich das Versenden von zigtausend Mails dennoch offenbar lohnt?

Der letzte Absatz lautet:

Ich lehne ab, und fühle mich bestätigt, weil ich die E-Mail bis zum Ende gelesen habe. Da steht:
Falls dieses Geschдft nicht Ihrer Moral entspricht, dann bitte ich Sie hirmit meine Entschuldigung zu akzeptieren. Falls Sie im Gegenteil Wьnschen mit mir dieses Ziel zu Erringen,bitte ich Sie fьr weitere Detail mit mir kontakt aufzunehmen.

Mein Kommentar: Ich habe fertig.
18.1.2016

Fastenimpulse 2016

Thumbnail
„durch-auf-atmen“

Ein Angebot für die Vorbereitungszeit auf Ostern

St. Bonifatius ist nicht irgendeine Kirche: St. Bonifatius ist virtuell und zugleich real und befindet sich in der Community-Stadt funcity und ist Teil des Internetseelsorge-Angebotes der Diözesen Osnabrück und Hildesheim.
Deshalb bieten Rainer Gelhot und Norbert Lübke vom Kirchenteam der Internetkirche jedes Jahr einen E-Mail-Fastenkalender als spirituelles Angebot an.

In diesem Jahr geht es ums Innehalten, frei Durchatmen, ganz bewusst Pause machen. Dabei hilft ein Kurzer Text, verfasst von Rainer Gelhot und Norbert Lübke, und ein dazu passender Satz aus der Bibel. Die Fotos haben Julia Feist, Anne Illner und Christina Seeligmann beigesteuert.

So kommt täglich ein kurzer und knackiger Nach-Denk-Impuls ins Postfach, der einen frischen und dennoch spirituellen Fastenzeit-Tageseinstieg bieten wird.

Die kostenlosen E-Mail-Impulse können Sie zwischen Aschermittwoch, dem 10. Februar, und Ostersonntag, 27. März 2016, erhalten.

Bestellen geht einfach online unter fastenimpulse.de oder st-bonifatius-funcity.de . Sie erhalten nach der Anmeldung eine E-Mail mit Bestätigungslink. Die E-Mail-Adressen werden nicht weiter gegeben. Wir gestalten Internetseelsorge und wollen keine Adressen verkaufen.

Wie in den letzten Jahren halten wir an knackigen Impulsen mit Foto fest, die täglich kostenlos und ohne irgendeine Verpflichtung abonniert werden können.

Die Fastenimpulse werden in diesem Jahr zum 13. Mal angeboten. Im letzten Jahr haben mehr 1600 Personen aus dem In- und Ausland die Impulse gelesen.

Die Internetkirche St. Bonifatius in www.funcity.de hat neben diesen Fastenimpulsen noch verschiedene andere seelsorgliche Angebote: Chats, einen wöchentlichen Gemeindebrief, E-Mail-Seelsorge und sogar ein Online- Kloster mit Oratorium. Die funcity-Internetkirche St. Bonifatius besteht seit April 1998 und wird in Verantwortung der Internetseelsorge der Bistümer Hildesheim und Osnabrück sowie im Kloster durch Ordensgemeinschaften gestaltet.

Rainer Gelhot und Norbert Lübke
Redaktionsteam Fastenimpulse
fastenimpulse.de
13.1.2016

ausgepackt …

ThumbnailWer ist schon immer da, wenn der Postbote an der Haustür klingelt, der von DPD etwas abliefern will? Ich nicht, denn ich muss ja auch mal arbeiten, meist nicht von zuhause aus.

Deshalb bin ich heute mit dem Zettel in ein Schreibwarenladen ( ähh DPD-Poststelle ) gegangen, um den unleserlichen („Wie ist Ihr Name, ich kann das hier nicht lesen!“) DIN A 6 – Zettel gegen ein Päckchen auszutauschen. Es ist mir gelungen.

Darin wie gedacht und vermutet waren einige Autorenexemplare von AUFATMEN.

Die Dame im Laden meinte: Das ist ja richtig schwer. Ich bat sie um eine Schere, um das Teil zu öffnen, was dann auch gelang. So konnte ich sehen, dass das drin war, was ich vermutete.

Sie atmete auf, als ich ihr ein Exemplar schenkte, versehen mit der Bemerkung, dass ich zwar sehr gern bei der Katholischen Kirche arbeite, aber dennoch nach wie vor kein Priester bin.

So schnell kann es manchmal gehen, unverhofft und spontan eine kleine Freude zu machen.

Und: Danke an Rainer Gelhot und Julia Feist für die gute Zusammenarbeit! Einfach klasse!

PS: ISBN 978-3-8436-0695-0
aufatmenaufatmen
3.1.2016

Vorsatz 2016 …

ThumbnailVermutlich wird der eine oder die andere sich zum Jahreswechsel etwas vorgenommen haben, was das Jahr 2016 von dem Vorgängermodell unterscheiden sollte.

Es könnte darunter sein, die Feinstaubbelastung durch die Böller zu nächstem Silvester zu vermindern. Das Umweltbundesamt hat hierzu einen zeitlichen Verlauf veröffentlicht.

Es kann auch der Klassiker sein, der dann meist zu einem Jojo-Effekt führt: Abnehmen, oder eben dann auch gerade nicht….

Aber so krass muss es dann auch nicht sein. Entdeckt beim Einkaufen…
abnehmen...
29.12.2015

Sprachnachrichten trainieren ?!

ThumbnailEgal ob das alte SMS, oder WhatsApp oder Threema : Wir schreiben, bis die Daumen rot sind und die anderen Finger Schmauchspuren an den Nägeln haben.

Quasi nebenbei trainieren wir das Ding auf unser Sprachempfinden, die ausgewählten Wörter, welches nach dem einen kommt, die vorgeschlagenen Substantive sind markant. Spuren hinterlassen wir, auch wenn wir das nicht wollen, aber: Es ist so, da darf man sich keine Illusionen machen.

Da habe ich mal den Selbsttest gemacht, um festzustellen, was ich denn so schreiben würde, wenn ich mich nur von den jeweils drei vorgeschlagenen Wörtern leiten lasse und nur aus diesen auswähle.

Es kam ein nicht sinnleerer, aber alles sagender Text heraus. Die Neuerfindung der Sprach-Blase und der Sprechunklarheit. Das war früher Entsorgungspark für Endlager.

Hier die 123 Wörter einer leichten Sprachverholzung. Die Frage ist nur: Was will mir dieser schreibende Mensch sagen? Was ist seine Botschaft? Oder hat er gar eine Frage, die auf Beantwortung harrt?

Begonnen hatte ich mit dem unverbindlichen Wort „hallo“. Und das ist dabei heraus gekommen, alle zwischen „Hallo“ und „abgeschlossen“ vorgeschlagenen 121 Wörter finden sich nun hier.

Hallo Herr Dr. ich habe mich sehr gefreut über den Stand der Forschung in der Nähe von der Arbeit und Beruf zu wissen was du willst kannst ja mal wieder was neues von dir zu lesen und schreiben Sie eine Übersicht über alle Bereiche des Jahres bei mir auch schon wieder eine Woche lang nicht mehr als genug Zeit zum telefonieren und dann gute Besserung für die schnelle Heilung von der Oma und Opa ist das Modul voll auf ihre Kosten kommen wir nicht mehr so lange gedauert hat mir gesagt das du dich gemeldet hast ja recht schnell wieder fit bist hier als auch für den Hinweis auf die Abwehrschlacht gegen die Wand hängen geblieben sind wir dann auch noch nicht abgeschlossen

PS: Das Wort Abwehrschlacht habe ich garantiert noch nie benutzt!
WA Text
28.12.2015

Aufatmen – sieben Wochen für mich

ThumbnailUnter diesem Titel wird es Texte zur Fastenzeit 2016 von Rainer Gelhot und mir geben, garniert und angereichert-gestaltet mit Fotos von Julia Feist (Hannover) und mir.

Rainer Gelhot und ich haben ja schon viele gemeinsame Impulse für die Advents- und Oster-Zeiten geschrieben und mit diversen Fotos bildlich passend unterstrichen.

Allerdings ist dem Patmos-Verlag, bei dem das 96-seitige Werk erscheinen wird (ab Mitte Januar 2016 – ISBN 978-3-8463-0695-0) ein kleiner Fehler unterlaufen:

Nicht nur, dass sich Rainer immer noch so schreibt, wie ihn seine guten Eltern genannt und zur Taufe gebracht haben, sondern auch:

Noch nie in meinem Leben war ich ein Priester. Aller Voraussicht nach wird sich das in meinem Leben auch nicht mehr ändern.

Ermutigt und zugleich beruhigt hat mich die Rückmeldung meiner Chefs in Goslar und Hildesheim: „Shit happens“ bis „So ist das manchmal. Hoffentlich lässt es sich noch reparieren.“

Dennoch: Es sieht gut aus…
30.11.2015

Advent, Advent

ThumbnailNun geht die Adventskalender-Zeit los, die ja am 1. Dezember startet. Dabei war ja schon am Sonntag, 29. November, der erste Adventssonntag und damit eigentlich der Start der Adventszeit.

Viele Weihnachtsmärkte, die ja bei genauerem Nachdenken anders heißen müssten, sind bereits geöffnet und locken die Sturm- und Regen-festen Menschen an.

Ich habe beides: Zum ersten die Adventsimpulse , dann aber auch der 24-Teiler mit den Türen zum Öffnen, Tag für Tag.

Dabei bedeutet Advent ja gerade nicht, sich nach dem Black Friday in den kommenden Tagen und Wochen damit zu beschäftigen, wofür man wieviel Geld ausgibt, sondern genau das Gegenteil.

Und genau deshalb gestalten Rainer Gelhot und ich die Adventsimpulse. OK, zugegeben: Zur Zeit sind wir dabei, die Fastenimpulse zu gestalten, da ja Aschermittwoch im kommenden Jahr bereits am 10. Februar 2016 ist.

Also dann: besinnen, fragt sich nur, auf und über was.

Aber dennoch: Was ist wohl hinter dem 1. Adventskalender-Türchen. Morgen früh bin ich schlauer, weil: Warten bezwingt die Neugier!
www.kirche-funcity.deadventsimpulse.de
18.11.2015

Hannover: Hässlichkeit als Touristenmagnet?

ThumbnailOffenbar kann man sich in Hannover auch lieben und sich vor dem Neuen Rathaus gern fotografieren lassen. So schlimm kann es also nicht sein in Hang-over. Gleich zwei Paare habe ich da vor die Kamera bekommen.

Man weiß es einfach nicht, ob man die Alster, die Bille, die Elbe oder den Maschsee mit Leine, den Rhein oder den Bodensee wirklich braucht. Vermutlich nicht, denn das sind keine Existenzfragen. Wichtiger ist, was man selbst für sich als Heimat empfindet: Da, wo man sich auskennt, die für sich selbst wichtigen Menschen wohnen, und man deshalb dort sich innerlich verwurzelt fühlt, sicher ist und sich zurecht findet.

Finis (in der ZEIT Nr. 44/2015, 29.10.2015) hat zum vorfinalen mal-wieder-Schlag ausgeholt, und aus seiner Hamburger Perspektive die andere Stadt mit dem anderen HSV etwas ins Abseits gestellt, als ob Hannover so etwas sei wie Bielefeld oder Darmstadt . Es macht keinen Sinn, persönliche Heimaten gegeneinander aufzurechnen.

Und nachdem Finis so über das „Kolossaldenkmal“ Hannover geschrieben und vermutlich nicht final nachgedacht hat, zweifele ich nicht mehr an der Existenz von Bielefeld und glaube auch fest daran, dass es viele Menschen in Darmstadt gibt, die mit ihrem persönlichem Umfeld und mit ihren Freundinnen und Freunden dort zufrieden und glücklich sind. Was wäre denn, wenn alle nach Hamburg , Berlin oder München hinziehen würden? Natur pur drumherum ohne Ende. Oder gar New York, Rio, Tokyo?

Na ja, dann hätten wir in Hannover hier Platz in der vermeintlichen Provinz, weil es hier leerer (ach ja, Leer ist auch ganz nett! Die Menschen dort sind allerdings die Leeraner…) werden würde.

Gut, dass die Hannover-Nörgler nicht hierher kommen. Das würde unsere gute Stimmung eintrüben. Wir haben so Platz für einen Walk in the Park, sei es in den Herrenhäuser Garten (die eigentlich drei sind), der Eilenriede oder dem Tiergarten, dann auch „umzu“ , wie es andernorts heißt.

Wie die Wildschweine im Tierpark (Foto!) verdeutlichen, können die Hannoveranerinnen und Hannoveraner nicht nur dort die Sau rauslassen.

Wir haben hier ja nicht nur die Leibniz-Uni, sondern auch den passenden Keks dazu. Matthias Brodowy sei Dank.
Hannover TiergartenHannover Neues RathausFinis in der ZEIT
10.11.2015

in memoriam

ThumbnailHeute ist Helmut Schmidt gestorben, ein Hamburger Hanseat mit hohem intellektuellen Tiefen- und Weitblick und sich dazu entwickelnder Tat-Kraft.

Es ist viel über ihn geschrieben worden, und er selbst hat auch viel geschrieben. Tendenziell: Klare Kante und keine mäandrierenden Vielleicht-eventuell-Bemerkungen.

So finde ich in meinem Bücherregal „Außer Dienst“ und dort auf Seite 215:

Wer in die Politik gehen will, soll einen Beruf gelernt und ausgeübt haben; er soll die tragenden Elemente des Grundgesetzes verinnerlicht haben; er soll die Geschichte Deutschlands und die unserer wichtigsten Nachbarn kennen; und er soll sich auf mindestens einem Fachgebiet als Experte einarbeiten ..

Ich hoffe, dass seine Verdienste nicht hoch- und dann weg-gelobt werden.
3.11.2015

warten auf den 13.11.

Thumbnail... denn dann kommt die DVD vom 70. Geburtstags-Konzert von Mr. E.C. bei mir an.

Einiges habe ich schon gehört und gesehen, aber es ist immer wieder eindrucksvoll zu hören, was man so in diesem Alter noch zustande bringen kann.

Ich arbeite dran.
31.5.2015

Was zu essen

ThumbnailNun endlich mal wieder was von der Blues-Seite.

Forever Man von EC ist vor einigen Wochen angekommen, und dann fand ich dieses wirklich nahrhafte Gericht auf einer Speisekarte.
blues ohne Kalorien
1.8.2014

Die Karte, die mein Leben verändern soll

ThumbnailDie Versprechungen sind groß und lesen sich so:
- Sie werden neue Wege einschlagen.
- Sie werden Ihre Sicht der Dinge verändern.
- Sie werden zu neuer Stärke finden.
- Ihnen werden sich neue Türen öffnen.

Worum handelt es sich bei einem so tollem Angebot, was mein Leben reicher und abwechslungsreicher machen will?
Es könnte ein 4-wöchiges Seminar sein, bei dem mir geholfen wird, mich selbst zu finden und dann zu organisieren, oder vielleicht ein auf Dauer und Perspektive angelegter Coaching-Prozess, am besten mit einem eigenen personal trainer samt Fitness-Guro an seiner oder ihrer Seite.

Dabei ist es etwas ganz anderes: Eine Werbung für eine Bahncard 1. Klasse.
Die Türen, die sich neu öffnen werden, entpuppen sich als die zur 1. Klasse im Zug. Wenigstens warten dort Entspannung und ein rundum schöneres Reiseerlebnis.

Naja, manchmal träumt man, wenn solche Versprechungen gemacht werden, die zudem so ausschauen, als ob das Erreichen von solchen Lebens-Zuständen nicht einer gewissen Anstrengung bedarf.
Wo kein Engagement notwendig ist, kommt auch meistens nichts dabei heraus, auch wenn es verlockend klingt: Eigentlich weiß man ja, dass Werbung etwas aufgeblasen daher kommt.

Oder gehört zum Finden einer neuen Stärke wirklich das Reichen von kleinen Aufmerksamkeiten, die zur körperlichen Stärkung beitragen, aber nicht nur: Es sind auch kleine Seelenhäppchen.

Es kann ja sein, dass die Werbetexter schlicht nur Hunger gehabt haben, als sie solche und andere Zeilen aufgeschrieben haben.

Schade nur, dass ich mein neues Leben 50 % günstiger nur bis zum 30.11.2014 buchen kann, danach verfällt es: Das Angebot, nicht das Leben. Gottseidank!
13.7.2014

öffentlicher Raum: überall Gefahr

ThumbnailManchmal braucht es Menschenverstand, gepaart mit angewandter Physik, oder auch einfach Praxiserfahrung: Dann weiß man von selbst ab einem gewissen Alter, dass Schlagbäume hochgehen können ? und auch wieder runter. Vielleicht heißen diese deshalb auch Schlag?

Wer das noch nie sich hat denken können, was im whorst case passieren könnte, braucht ein Hinweis-Schild. Ein solches habe ich nun endlich gefunden. Eigentlich wollte ich noch ein Foto machen von jemandem, der das Schild nicht gesehen hat oder gar nicht weiß, wie so ein Schlag? geschehen kann. Das hat aber nicht geklappt.

Auf dem Hinweisschild ist angegeben, mit was man nicht auf den Parkplatz fahren darf. Solche Aufzählungen wie hier (Motorrad, Radfahrer - Fußgänger erwischt es dann mit einem Schlag?) sind immer gefährlich, weil schnell etwas vergessen wird: Mähdrescher, Kranwagen, Kurierdienst-Auto oder Doppeldecker-Reisebus. Aber man darf mit einem Kinderwagen durchfahren! Klasse! Denn so kommt man zum Familienparkplatz. Auch das Schild habe ich gefunden.

Wenn man eine Ahnung davon hat, was alles passieren könnte, traute man sich auf die Straße, dann würde man lieber zuhause bleiben.

Der Fußgänger oder die Fußgängerin (kann man nicht so genau erkennen) brachte mich dann zu einem weiteren Foto eines Kennzeichens, was es heute wohl nur noch in altem, zugewachsenem Zustand gibt: Das Foto zeigt einen Mann mit Kind. Das geht ja heute gar nicht mehr ? im Zeichen von Gleichberechtigung und Väter-Erziehungszeiten! Gottseidank ist es inzwischen durch Zeichen 239 für Gehweg ersetzt worden, alternativ kämen noch die Zeichen 240 und 241 in Frage. Männer gehen nun auf der Straße, oder warum leben Männer im Durchschnitt kürzer als Frauen?
Schlag-BaumFamilien-ParkplatzMann und Kind
24.6.2014

Kalender 2015 in Arbeit

ThumbnailWie schon im letzten Jahr, macht sich Tobias schon jetzt an die Arbeit, schicke aussagefähige Fotos zusammen zu stellen, um einen Kalender mit zwölf Monatsblättern heraus zu geben.
Hier geht es zum Link

Wer mag, sollte da mal interessiert vorbei surfen. Gut nicht nur für sich selbst, sondern auch als vorsorgendes Weihnachtsgeschenk zu verwenden. Wieviel Tage es noch sind bis Weihnachten ? eher weniger als gefühlt.

Merke: Auch wenn der Zeiger steht, die Zeit vergeht.
10.11.2013

Fußball

ThumbnailNach dem Fussball kommt manchmal auch das Leben - und damit werden dann hoffentlich die Unterschiede kleiner und die Gemeinsamkeiten größer.

Am letzten Freitag war ja weniger auf dem Rasen los als drumherum zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig .

Damit wenigstens der gleiche Wind wehen kann - oft dann eben der "wind of change" - habe ich mal bei meiner Modellbahn einige weitere Flaggen aufgestellt. Als Erkennungszeichen sortieren diese und machen dabei Unterschiede deutlicher, als sie eigentlich sind.

Deshalb hängen alle friedlich im gleichen nicht vorhandenen Wind.
FahnenFahnen
28.7.2013

Warmer Sommertag

ThumbnailWer weiß, dass es in den Hundstagen heiß werden kann, der sollte sich entsprechend darauf einrichten. Habe ich gemacht, genügend Flüssigkeit zu mir genommen, mäßig Sport usw.

Dabei hat der Begriff Hundstage nichts mit Hunden welcher Rasse auch immer zu tun, sondern mit dem Sternbild Großer Hund. An dieser Stelle darf der Lesende selbst aktiv werden und sich schlauer machen, was es mit diesen dies caniculares zu tun hat - und warum Ferien auf russisch kanikuly heißt.

Wenn der Südwind weht und feuchte Luft von der Sahara nach Norden bringt, wird es einfach feucht - erst in der Luft und dann auf der Erde. So war es dann auch gestern, als es zu regnen und zu hageln begann.

Kleiner Nebeneffekt: Ein neues Tarnkleid für mein Auto. Grün ist doch auch eine nette Farbe , oder?
Kein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegeben
6.7.2013

Kameras und Mikrofone überalll

ThumbnailWenn ich die Meldungen und Nachrichten der letzten Tage richtig verstanden habe, sollte ich mir genau überlegen, wie ich auf die Straße gehe und was ich dort wie mit wem mache.

Überall werden meine Daten (nicht nur Vorname, Name, Alter, Geschlecht, Haarfarbe) gescannt. Nebenbei habe ich mich entschlossen, im Lauf der Jahre mir einige graue Strähnen zu gönnen.

Was soll und kann ich machen?

Am besten ist es, mich zu tarnen. Dann falle ich nicht mehr so leicht bei den verschiedenen in den Städten und überall aufgestellten Video-Überwachungen in die Gesichtserkennung. Das Nummernschild meines Autos darf ich ja nicht verdecken, also nur zu Fuß oder per Fahrrad. Ich warte darauf, dass auch bei Fahrrädern Nummernschilder angebracht werden müssen. Warum nicht gleich meine Nummer aus der Sozialversicherung? Dann wäre das Fahrrad bei Auffinden nach Diebstahl leichter zuzuordnen.
Danach könnte man auch die Fußgänger identifizierbar machen, sind ja schließlich auch Verkehrsteilnehmer. Warum nur Mofas und Autos mit Kennzeichen versorgen. Das ist nicht final zu Ende gedacht! Für streunende Katzen habe ich noch keine Idee.

Deshalb verpixele ich all meine Bilder - nur beim Personalausweis ist das leider verboten. Meine Mail-Adressen werde ich abschalten, mich aus dem digitalen Drumherum verabschieden, nichts mehr wohin auch immer posten, noch nicht mal bei XING. Und: Keine Verabredungen mehr per Telefon machen. Das ist sicherer.

Außerdem werde ich ab sofort auf die Briefe, die ich verschicke, einen erfundenen Absender drauf schreiben. Das schützt zwar den Adressaten nicht - ganz im Gegenteil, wenn ich meiner Phantasie freien Lauf lasse. .. - aber mich.

Mal im Ernst: Ich darf mich doch bitte schön darauf verlassen können, dass die Datenschutzrichtlinien in dem Land, in dem ich lebe, und die eine Vorratsdatenspeicherung verbieten, eingehalten werden. Und wenn nicht, dass dafür gesorgt wird, dass dem so wieder mit der vollen Kraft des Rechts Genüge getan wird.

Ich hoffe, dass ich nun nicht die Aufmerksamkeit auf mich gelenkt habe. Auf Mails und Anrufe reagiere ich ja nun nicht mehr, also müssen die Datensammler schon bei mir vorbei kommen.

Aber: Ich habe meine Klingel abgeschaltet, die Jalousien verdunkelt, wegen der Mini-Drohnen, die hier herum schwirren mit Kleinst-Kamera an Bord.

Es gibt nur ein kleines Problem: Die Stadtwerke buchen meine Gebühren von meinem Konto ab.
Kein Alternativtext angegeben
10.6.2013

schicke Karten

ThumbnailGuten Abend nah und fern,

nun ist der Online-Shop meines Sohnes Tobias Lübke am Start mit ersten
Foto-Klappkarten: Gewerbe angemeldet, steuerlich alles geklärt.

hier klicken

Ist es für manche wichtigere Anlässe nicht passender, eine schicke Karte zu schreiben als eine E-Mail? Mir geht es jedenfalls zunehmend so. Für mich ist das auch ein Zeichen von Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Wer schreibt, der bleibt - in Erinnerung.

Das wäre etwas: Eine ansprechende Karte mit gutem Foto, was nicht
überall von der Stange zu haben ist. Die ersten davon sind nun zu haben,
besondere Wünsche erfüllbar. Bitte schauen Sie sich einfach mal um und bei Gelegenheit wieder mal vorbei (unter dem Menüpunkt "sehen" werden Sie weitere Fotos entdecken). Das Angebot wird sich Stück für Stück erweitern.

Mehr finden Sie auch im social web:
www.facebook.com/LuebkeFotografie
27.5.2013

Frühling lässt ...

Thumbnailes sein - oder sein Regenband flattern, könnte man schreiben, aber das ist ja nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite regnete es. Ohne Unterbrechung fast zwei Tage, dank Bob, dem Tief aus dem Nordosten.

Wie man auf einem Foto sieht, war heute früh die Sicht auf das mittelalterliche Goslar wahrlich verklärt. Ich erinnere mich daran, dass die Kaiser gern dort waren in ihrer Pfalz, weil es im Winter wegen der Heizung dort so angenehm war: Immerhin ca. 15 Grad plus. Da haben wir es doch heute etwas besser.

Die Felder stehen in gelber Pracht, an Wasser gebaut. Zeugt der Strom-Mast im Hintergrund des anderen Bildes davon, dass es um Wasserkraft geht?

Jedenfalls ist der Pegel meines hannoverschen Haus-Flusses in den letzten 24 Stunden um knapp zwei Meter fünfzig gestiegen. Da sollten wir uns keine Sorgen um die Wasserkraft machen. Die Innerste bei Hildesheim war mit drei Meter neununddreißig besser.

Das einzige, was mir im Dauerregen imponiert hat: Mein Amselmännchen saß bei Wind und Wetter auf dem Balkon und zwitscherte sich die Lunge aus dem Hals. Kann ja sein, dass das warm hält.

Na Gottseidank: Noch gut drei Wochen, dann werden die Tage wieder kürzer, die Nacht kommt Minute für Minute zurück - und dann ist bald schon Advent. Das einzige Tröstliche ist: Dann wird es wieder wärmer.
GoslarKein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegeben
29.4.2013

Clooney auf Transporter

ThumbnailIn Goslar ist seit Wochen nicht nur der Bär los, sondern auch das Filmfieber ausgebrochen. Standen doch etwa 4000 Menschen als Komparsen-Bewerberinnen und -bewerber vom Achtermann bis zur Post in langer Reihe bereit, sich casten zu lassen.

Heute war es dann soweit: Die Breite Straße komplett umgebaut und in eine der Kleinstadt Veume verwandelt. Briefkästen ab und Schilder von Geschäften: alles runter. Amerikanische Flagge raus.

Das hat mich nicht gestört, um meiner alltäglichen Arbeit nachzugehen im St. Jakobushaus . Nur als ich dann gen Norden auf der B 6 fuhr, war ich überrascht.

Der Einmarsch der alliierten Truppen endete auf einem Autotransporter des ADAC .

Und schon ist er wieder weg und wird bei nächster Gelegenheit wieder auftauchen, dieser George mit dem entspannten Lächeln. Winkewinke.
Kein Alternativtext angegeben
10.4.2013

Amsel am Balkon

ThumbnailSeit einigen Tagen ist in der Luft was los: Da fliegen verschiedene kleine und große Vögel, so wie im normalen Leben auch. Die einen setzen sich mit ihrem schweren Taubengewicht auf den höchsten Wipfel, die anderen kreisen möven-schwebend durch die Luft.

Und da ist dann noch meine Amsel . Ob es wirklich meine ist, weiß ich natürlich nicht, nur: Sie ist meine Untermieterin auf dem Balkon. Zur Zeit ist sie wohl vollbeschäftigt: Morgenschicht. Anfliegen, hinsetzen, die Augen schweifen lassen, Schnabel auf und Schnabel zu - und irgendwann ist sie dann wieder weg. Nur Singen macht ja auch nicht satt.
Abendschicht: Anfliegen, hinsetzen, die Augen schweifen lassen, Schnabel auf und Schnabel zu. Egal ob es regnet oder nicht.

Nur etwas scheu ist dieser schwarze Vogel, an dessen Gefieder die Wassertropfen besser abtropfen als an meiner Winterjacke: Kaum sieht sie etwas in Form einer schwarzen Kamera, dreht sich der Hals und wir schauen uns an - Auge in Auge.

Wenn ich an den Lärm denke, den die Amsel macht, wird es vermutlich der Amsel sein.

Der Betonmischer fährt nicht mehr durch den Nebel, sondern die Amsel sitzt und singt. Es scheint, als ob der Frühling nun Mitte April sich trauen würde. Hurra!
Kein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegeben
20.3.2013

Der Frühling ist da

ThumbnailAls ob ich meine innere Wette mit mir gewinnen würde: Ostern wird es weiß.

Da macht es richtig Freude, zum Frühjahrsbeginn mit dem Auto durch die Gegend zu fahren.

Morgen wird dann ein weiterer Tag sein in Richtung Adventskalender...
Kein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegeben
12.3.2013

Der Frühling kommt

ThumbnailZwischen dem meterologischen Start des Frühlings am 1. März und dem kalendarischen am 20. des gleichen Monats liegt eine Zwischenzeit, die zum Freuen anleitet.

Da kommen die Zugvögel zurück und legen 1000e von km zurück, die Pflanzen treiben sich heraus aus dem nicht mehr gefrorenen Erdreich, es wächst, was gedeihen will und kann. Aufbruch aller Orten.

Nur: Davon merke ich zur Zeit nichts. Falscher Film?

Also bleibe ich erst mal nur ein Follower - eines Betonmischers. Was bleibt mir sonst? Die Idee von weißen Ostern? Dem Fest wird das nicht schaden, aber sonst ...
auf der B 6
8.3.2013

Holy Place

ThumbnailPapstwahl 2013

In diesem Jahrhundert ist es nun die zweite Wahl eines Papstes (am 19.3.2005 wurde Kardinal Prof. Dr. Josef Ratzinger als 264. Papst gewählt), nachdem im voran gegangenen Jahrhundert öfters gewählt worden ist. Kein Wunder, denn das 21. Jahrhundert ist ja noch nicht wirklich alt im Vergleich zur Geschichte der Kirche. Da entspanne ich mich.

Am Dienstag, dem 12. März, beginnt das Konklave in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan zur Wahl des 265. Papstes . Keiner weiß wirklich, wie lange es dauern wird, bis der weiße Rauch aus dem Schornstein aufsteigt und dann das Habemus Papam verkündet werden kann.

Insofern ist es ratsam, an einige grundlegenden Verhaltensweisen zu erinnern, die sich in der letzten Zeit etabliert haben.

Die wahlberechtigten Kardinäle befinden sich abgeschirmt von der Außenwelt, und deshalb der Ratschlag, weder Hunde mitzunehmen noch Gewehre, sich anständig zu kleiden und nicht zu rauchen. Beim allerletzten vermag ich mein Feuerzeug nicht zu verwetten, bei dem anderen schon.

Bestimmt werden auch Kerzen angezündet. Dazu kann das weitere Bild als Sicherheitshinweis dienen - damit nicht schwarzer Qualm überall heraustritt. Die Herren werden das schon hin bekommen...

Jedenfalls erhoffe ich mir eine weise Entscheidung für das Morgen und Übermorgen der Kirche.
holy placeKerzen anzünden
3.1.2013

Welche Farbe?

ThumbnailEs begab sich zu der Zeit, als Willi Lemke Vorsitzender des Aufsichtsrates der Werder GmbH & Co. KG war, Dr. Hubertus Hess-Grunewald sein Stellvertreter, Mitglieder im Aufsichtsrat Dr. Werner Brinker, Marco Bode, Hans Schulz und Axel Plaat waren, 12 Praktikanten dort beschäftigt waren, Thomas Schaaf Trainer war und Klaus Allofs schon weg nach Wolfsburg gewesen ist als Manager und der neue Thomas Eichin noch nicht da,

in einer Zeit des Winters, der keiner war, nicht mehr als 140 km entfernt vom Weserstadion jenseits des Festlandes,

da fragte jemand in einem Fahrradladen nach dem, was gesehen worden war in der Schaufenster-Auslage: Eine Fahrradklingel in Werder-Farben mit Schuh zum Klingeln. Im Laden entspann sich dann folgendes kleines Gespräch vor dem Bezahlen:

Kunde: Ich möchte gerne eine Werder-Klingel haben.
Verkäufer: Welche Farbe?
Kunde: Na die in grün natürlich!
Verkäufer: OK, ich kenne mich mit Fußball nicht so besonders aus.

Das macht mich nachdenklich und ich zweifle an der Allgemeinbildung. Dem Impetus, gleich ein neues Lernfach in der Schule zu fordern, komme ich aus Überzeugung nicht nach.:

Da komme was da will, die Kuh von Milka ist lila süß, die Telekom magenta verkabelt, die Bahn pünktlich rot, die Bundesregierung schwarz-rot-gold, die Parteien haben ihre Farben, die Welt der Bayern gerautet in weiß-blau (oder blau-weiß ?), der Papst gelb-weiß, die Fahne Jamaikas schwarz-gelb-grün, aber wer weiß schon die Farben von den Seychellen?

Leichter sollte es schon sein, Werder-Fußball mit grün-weiß in Verbindung zu bringen. Aber: Wissen ist ausbaufähig! Daran glauben alle, die mit Menschen zu tun haben, auch Fußballerinnen und Fußballer.

Aber all das nutzt offenbar nichts: Wir brauchen eine Farb-Beratung, die uns mit uns selbst innerlich versöhnt, weil nur so unsere inneren Farben zum Glänzen gebracht werden. Wem steht grün? Wem eher das rot-blau der Bayern, wem das kämpferische schwarz-gelb (nee - nicht die derzeitige Koalition in Berlin), wem das blau aus dem Ruhrpott?

Egal: Farben sortieren, ordnen ein, stimulieren Zugehörigkeit, atmen einen Hauch von Identifikation - nur sollte ich wissen, wer was für Farben trägt.

Da komme ich dann dazu: Ich mag es vermutlich musikalisch eher blues, fussballerisch eher heimatlich-rot, auch wenn die Vereinsfarben schwarz-weiß-grün sind. Ich merke, Farben können auch verwirren, also bleibe ich am Besten bei der für mich.
Kein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegebenKein Alternativtext angegeben
10.12.2012

Leicht entflammbarer Advent

ThumbnailSo ist die Sache mit einer Kerze: Wenn ich mir überlege, was man da alles falsch machen kann, dann wäre bei mir der 1. Advent gar nicht angefangen.

Zum einen habe ich keinen Schaukelstuhl - so alt bin ich ja nun auch nicht, dass durch das Wippen so viel Luftzug entstehen könnte, dass die Kerze ausgepustet werden wuerde.

Haustiere habe ich auch nicht. Und warum ein Langohrhund nicht den Mond anbellt, sondern eine Kerze, hat sich mir noch nicht richtig erschlossen. Muss aber auch nicht sein. Ich bin ja schließlich auch kein Hund.

Vor allem beschäftigt mich, warum ich eine Kerze nicht einfach so auspusten darf, sondern mir einen Kerzenflammentöter anschaffen soll. Oder wäre die Alternative, so lange wach zu bleiben und in der Nähe der Kerze, bis diese gänzlich abgebrannt ist? Ich halte das konditionstechnisch nicht durch - zu viel Schlafentzug. Vielleicht nur noch ganz kleine Kerzen entflammen?

Es könnte ja sein, dass aus der Sicht von Sicherheitsbeauftragten jede Kerze schon per se eine Gefahr darstellt.

Nur was macht dann eine wohlige Atmosphäre? Bin ich da etwa letztlich selbst für verantwortlich? Hmm, da denke ich mal drüber nach und mache ein halb abgebranntes Teelicht noch mal an. So lange Nachdenken muss ja auch nicht sein.

Vorsicht: Bald kommt der 3. Advent - macht 20 cm und zweimal Kerzendurchmesser.
Kerzen entzünden?
14.10.2012

bin ich ig?

ThumbnailManchmal lassich mich doch mal irritieren, und dann bin ich in einer Situation, wo ich nicht mehr genau weiss, wie die deutsche Rechtschreibung funktioniert. Die Kampagne verweist auf die Postbank, und da gehört sie auch hin.

Bin ich nun begehrlich nach bauherrlich, oder einträglich erbaulich? Und ist das auch erstklassig oder gar günstig? Nein, es ist riesig, denn die Schreibweise haben die Werbemenschen sich nicht nur ausgedacht, sondern auch an das ich angedacht.

Da gerät dann die Amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung des Duden etwas aus den Fugen. Im dortigen Abschnitt 2.2. Auslautverhärtungen und Wortausgang - ig ist zu lesen (man achte auf den Paragraph 23!), wie das richtich geht. Sonst würde man ja trübselich werden oder vielleicht sogar gläubich. Man glaubt es kaum.
bauherrlichbegehrlicheinträglicherbaulicherstklassichgünstichriesich
2.8.2012

Wie schraubt man sicher und fachkundig ein Produkt

ThumbnailEndlich mal wieder etwas angeschafft. Ein kleines Regal mit den astronomischen Maßen 37x80x33 cm (B x H x T).

Es musste nur noch zusammen geschraubt werden. Dazu schaut man sich das alles mal an, kontrolliert, ob man alle Schrauben beisammen hat (den Imbusschlüssel habe ich danach zum Alt-Metall befördert, weil ich noch genug andere hatte von der blau-gelben 4-Buchstaben-Firma), und legt sich danach die Bauanleitung zurecht. Zugegeben bei solch einem Produkt kein Wälzer.

Dort findet sich oben, was man noch alles braucht und nicht im Karton enthalten ist, wie auf dem Bild zu sehen.

Bei der Person mit der Zahl 2 fing ich an nachzudenken: Braucht es dazu zwei Personen? Oder muss man sich ein T-Shirt mit einer 2 drauf anziehen? Gut, ich habe es dann allein gemacht, und ein passendes T-Shirt hatte ich auch nicht.

Wozu braucht man einen Hammer und eine Bohrmaschine, wenn nur die beiliegenden Schrauben in die vorgebohrten Löcher gedreht werden müssen? Fündig geworden bin ich bei den Warnhinweisen: Befestigen Sie das Regal an der Wand. Das Regal kann sonst umkippen, Verletzungen und / oder Sachschäden können die Folge sein. (Zitat Ende) Bevor man dazu ein Loch in die Wand bohrt und den beigelegten Dübel dort hinein steckt und den Haken einschraubt: Vergewissern Sie sich vor dem Bohren, dass sich keine Leitungen an der Bohrstelle befinden. (Zitat Ende) Dann kommt der Hinweis auf mögliche Rohre.

Beinahe wieder alles in die Packung zurück gestopft hätte ich alles, nachdem ich diesen Satz gelesen hatte: Achten Sie darauf, dass das Produkt von fachkundigen Personen montiert wird. Traue ich mir das wirklich zu? Eine schwere Frage der Selbst-Erkenntnis.

Das hat mir alles irgendwie Angst gemacht. Wenn ich vorher gedacht hätte, was alles passieren kann (Man soll das Regal auch nicht in der Nähe von offenem Feuer aufstellen!!) hätte ich die Dinge doch lieber auf dem Boden liegen lassen.

Da hatte ich den Satz: Das Produkt gehört nicht in Kinderhände. Dieses Produkt ist kein Spielzeug! noch nicht gelesen, obwohl er richtig fett gesetzt ist.

Gut, dass ich das Produkt nicht draussen aufstellen wollte (darf man nicht) und dass ich weiß, dass es kein Kletter- oder Spielgerät ist, an dem man sich als Kind hochziehen kann.

Leider stand in der Anleitung nicht, in welcher Höhe das Loch in die Wand gebohrt werden muss. Das habe ich nicht getan. Irgendwann ist auch mal Schluss mit Risikoarmut!

Und dann am Ende habe ich es auch erst noch falsch aufgestellt: Die breite Seite stand nicht an der Wand.

Es ist manchmal nicht einfach, wenn man es schwer gemacht bekommt. Und tröstlich zugleich, wenn eine so auf Sicherheit angelegte Aufbau-Anleitung auch unvollständig ist.
AnleitungVorsicht
29.6.2012

Patientenfragebogen

Hin und wieder ist der Körper mit all seinen Subsystemen nicht in der Lage, sich selbst zu reparieren. Die Folge davon ist, zumindest bei Einsicht: Besuch eines Arztes.

Bevor es dann möglicherweise zu einem operativen Eingriff kommt, geht es darum, gewisse Risiken zu kennen und sie dann auch hoffentlich beherrschen zu können.

Bei den dann gestellten Fragen geht es um bisherige Operationen, Stoffwechselstörungen, Medikamentenunverträglichkeiten, Frauen werden nach Schwangerschaft gefragt und auch die Männern nach Gewicht und Größe, Ess- und Trink-Gewohnheiten und manchem mehr.

Wenn da jemand befragt wird, der auch ohne Mikrofonanlage in der Lage ist, größere Räume mit seinen Antworten zu beschallen, passiert es einfach mal, dass man gezwungen ist, mitzuhören.

Die ersten Seiten werden noch ausführlich abgefragt, indem alles vorgelesen wird, was geschrieben steht, aber ab Seite drei geht es dann in Stichwort-Überschriften weiter: Irgendwann ist dann die Frage, besser das Fragewort richtig intoniert mit erhobener Stimme, gefallen:

Frage: Blutgerinnung ?
Antwort: habe ich auch nicht!

Aber deshalb stand die OP nicht an ...

Merke: Auch wenn der Patient die Frage nicht versteht, bleibt dieser dennoch am Leben.
Ist das nicht wunder-bar? In solch unscheinbaren Situationen kann eben Einsicht gerinnen.
3.6.2012

Männlich gewindelt

ThumbnailAlle reden mehr oder weniger lang und anhaltend über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wundern sich vielleicht über die langsam steigende Anzahl von Vätern, die auch ihren Teil der Elternzeit für sich beanspruchen, nur machen sich alle wenig Gedanken über die alltagspraktischen Komplikationen, die Väter so erleben können, wenn sie mit ihren noch inkontinenten Kindern unterwegs sind.

Stellen Sie sich vor, dass Sie Strandurlaub machen, irgendwo an der Nordsee (gilt bestimmt auch für alle anderen Gegenden nördlich und südlich des Äquators).

Sie sind als Vater-Mann unterwegs, und der oder die kleine Mensch an ihrer Seite oder vor Ihnen im Kinderwagen sitzend, beginnt etwas merkwürdig zu riechen. Eltern haben dafür eine besondere Nase, die sofort an das Agitations-Hirn meldet: Windel wechseln.

Das kann man tendenziell überall machen, will man aber vielleicht nicht gerade auf dem Tresen der Kurverwaltung oder in der Bude, wo die Strandkörbe bei Sonnenscheinwetter vermietet werden. Also begibt Mann sich auf die Suche nach den sanitären Anlagen, die es inzwischen ja erfreulicherweise genügend gibt.

Piktogramme weisen den Weg. Oder auch nicht.

Angekommen am Gebäudeteil mit den Piktogrammen für die unterschiedliche Nutzung von Toiletten, merkt Mann schnell, dass es kompliziert wird. Mann will ja nicht müssen müssen, sondern es soll nur eine Windel gewechselt werden. Das Problem: Die Wickelkommode findet sich nur hinter der Tür mit dem Frauen-Symbol. Frauen und Kinder, das denken offenbar viele so, gehören zusammen.. Ein Mann stört da nur. Er will aber nicht stören, sondern nur Windel wechseln, wobei es interessanterweise nicht darauf ankommt, ob es ein Jungen- oder Mädchen-Popo ist, der trocken gelegt werden muss. Das wäre wirklich auch endlich zu regeln! Ok, muss nicht sein, denn es gibt ja auch nur eine behindertengerechte Toilette.

Was macht Mann dann angesichts solch konkreter Handlungshinweise? Geht Mann mit Kind und Windel auf die Männertoilette? Geht Mann auf die Windel-Toilette – und muss mir dann wahrscheinlich fragenden Blicken von Frauen aussetzen? Oder strebe ich eine zeitlich befristete Geschlechtsumwandlung an, damit ich einen sicheren Ort fürs Windel-Wechseln finden kann?

Keine Ahnung, was ich konkret machen würde. Aber brauche ich auch nicht: Meine Söhne sind schon lange auch hinter den Ohren trocken.
Toiletten m/wToiletten-Anlage
7.3.2012

hätte ich doch nicht ..

ThumbnailWenn man kann, dann überlegt man, ob man soll.
So war es auch, als das Angebot kam, sich über die nächste Ausgabe der ZEIT vorab eine E-Mail mit den wesentlichen Inhalten per E-Mail zusenden zu lassen,

OK, das habe ich gemacht, ohne meine Abo-Daten zu tarnen, zu verändern, zu verschleiern oder sonst was.

Kann sein, dass das nicht richtig war, wenn ich auf die heutige Mail vom 7.3.2012 schaue.

Ich habe mich innerlich versöhnt damit, dass in Zeiten von hightech es nicht möglich ist, den U-Umlaut meines Nachnamens richtig zu schreiben. Damit habe ich gelernt zu leben. Geht schon, wenn ich auch hin und wieder höre, dass ich einen Internet-inkomplatiblen Nachnamen trage. Auch dafür kann ich gar nichts, ehrlich!

Nur weiß ich doch noch, welcher Hälfte des Menschengeschlechts ich angehöre, auch wenn ich mir das, wie alle anderen auf der Welt auch, nicht selbst ausgesucht habe.

Achso: Ich will die ZEIT nicht auf Probe lesen, sondern bin deren Abonnent schon aus dem letzten Jahrhundert-Jahrtausend.

Das musste mal angemerkt werden von
Frau luebke

oder wer oder wie oder was?
ZEIT.dezeit-online
2.3.2012

Müll

ThumbnailMüll, wohin man sieht.
Nach Großveranstaltungen, Events und was auch immer.
An der Küste in den Urlaubsgebieten gibt es noch ein anderes Problem:
Wohin mit den Gästen, die in den warmen Monaten die Deiche vertrampeln, abends laut durch leise Straßen gehen?
Irgendwie weiß keine und keiner wohin mit diesem Urlaubs-Endverbraucher-Müll.
Da kommt schon mal die Idee auf, die Touristen einfach mal zu entsorgen.
Aber wohin mit diesem hochsensiblen Müll ?
Keine Ahnung, wenn noch nicht mal die Container dafür aufnahmebereit sind.
Einfach von der Küste auf eine Insel entsorgen?
Nachher nehmen die die nächste Fähre. ...
NichtFuerKurgaeste
7.10.2011

Der Willen zum Grillen

ThumbnailWas es nicht alles auf den Grill zu legen gibt zwischen Fisch und Fleisch, Gemüse und Vegetarischem. Wer meint, dass Grillen ein Hobby ist, dem man in der Sommerzeit, manchmal auch zu Neujahr oder in der fünften Jahreszeit frönen kann, der irrt. Es gibt einen Grillsportverein. Hier finden sich eine Menge Rezepte von Schlange über Pferd, Strauß und Ziege, Lamm und Löwe, Taube und Ente, Elch und Bison.

Zwei Dinge habe ich allerdings nicht gefunden, die offenbar auch gegrillt werden können:
Der Urwald und der Single**. Das hätte ich auch nicht gedacht, aber von Zeit zu Zeit wird man klüger. Vorsichtshalber würde ich insbesondere den Single schon fragen, bevor es los geht .... Bevor der Urwald gegrillt wird, ist er bestimmt schon abgeholzt, leider.

** Für alle, die keinen Spaß vertragen können: Dies ist ein Wortspielbeitrag und keine Anleitung für den Ernstfall.


Wer immer noch Hunger hat, dem empfehle ich den Schüler-Gyros für 2 Euro, natürlich mit Fladenbrot.
UrwaldgrillSingle-GrillSchüler-Gyros
11.9.2011

Blitzwasser-Kocher

ThumbnailNun ja, es kommt schon drauf an, wie man ein Wort schreibt, finde ich. Es ist einfach nicht auszuschließen, dass sich die Bedeutung verändert. So wäre es dann gewiss auch mit Ober-Landleitung oder Oberland-Leitung, je nach dem, was Land ist und was geleitet wird.

Nur hier haben wir es mit einem Blitzwasser-Kocher zu tun. Eigentlich keine schlechte Idee angesichts des diesjährig ausgefallen Sommers und der vielen Starkregen .

Da kann man schnell vor die Tür treten und den Kocher rausstellen, wenn es blitzwassert, also weder hagelt noch schneit. Nur muss man dann aufpassen, das nur Wasser und nicht auch Blitz da hinein gerät. Es kann ja sein, dass es inzwischen hierzu auch technologische Verfahren gibt, das eine vom anderen zu trennen. Wenn nicht, wäre es an der Zeit, sich mal darum zu kümmern.

Nichts für ungut: Solche Blitzwasser-Kocher gibt es in Edelstahl oder Glas, mit Überhitzungsschutz (wäre ja nicht schlecht wegen der Energie, die in so einem Blitz steckt), und natürlich auch im Preisvergleich? Wo wären wir denn sonst?

Einen Testbericht habe ich gefunden, der mit der Überschrift Blitz - und schon ist er fertig daher kommt. Ich würde ja nur schnell Wasser auf eine hohe Temperatur erhitzen wollen, aber dass der Blitz dann schon gleich fertig sein muss, will ich ja nun wirklich nicht. Der Blitz sollte doch noch etwas Donner-krachen dürfen.

Der Clou an diesem Blitzwasser-Kocher ist der beleuchtete Innenraum und die Boden-Koch-Beleuchtung. Diese kommt nur mit zwei Bindestrichen aus, weil es sonst zu anderen inhaltlichen Verwicklungen kommen könnte: Was ist ein Bodenkoch, und dann auch noch beleuchtet? Und was ist das leckere am Boden, was der Koch kocht? Oder die Boden-Kochbeleuchtung, also der aufhellende Versuch, einen Koch quasi von den Füßen her zu bestrahlen.

Den vielen Rätseln des Alltags bin ich einfach nicht gewachsen. Dann schon lieber ein Landregen. Wenn ich einen Wunsch dazu frei hätte: Bitte nicht so viel Land auf einmal, dann wäre ich ja schon zufrieden.
Blitzwasser-KocherWasser kochen mit Durchblick
31.8.2011

Freier Boden-Auslauf

ThumbnailGut zu wissen, dass der Fortschritt auch vor den Hühnern nicht Halt macht. Manchmal denkt man bei Hühnerhaltung an eine ganze Menge anderer schlimmer Dinge, die wohl auch ursächlich damit zu tun haben, wie unser aller Ess-Verhalten aussieht.

Fort-Schritt ist dabei wörtlich zu nehmen: Das Hunde diesen brauchen, ist ja klar, genau so, wie Wildschweine frei durch das Unterholz schrubben.

Irgendwann wollte ich auch mal wieder ein Frühstücksei auf dem Tisch haben, natürlich gekocht. Da ich selbst keine Hühner halte und morgens raus muss zum Einsammeln, blieb mir nur das Einkaufen.

Ich habe gefunden, was ich nicht gesucht hatte: Bodenhaltungs-Eier mit freiem Auslauf im Stall. Ich frage mich immer noch, wie die Eier das mit dem Auslauf machen, denn so was kennt man ja eher nur vom Ostereier-Auspusten. Kugeln die durch die Gegend? Brauchen die eine schiefe Ebene, damit sie in Bewegung kommen? Oder sind sie einfach von sich aus mobil?

Das Zweite, was mir zu schaffen macht, ist die Kalorienangabe: Freier Auslauf im Stall verbraucht bei den Hühner-Eiern 93 Kcal. Nun könnte ich, wenn ich Physiker wäre, ausrechnen, wie viel ein 60 Gramm leichtes Ei sich bewegen muss, damit es diese Kalorienzahl verbraucht.

Kann ja sein, dass ich da irgendwie etwas falsch verstanden habe. Geschmeckt hat das Ei aber dennoch. Brauche auch ich jetzt Auslauf wegen der 93 Kcal?
Auslauf ...
23.7.2011

Das rollende Sofa

ThumbnailWas man nicht so alles erleben kann. Heute war es ein Mini-Umzug im Kleinformat.

Was man dazu braucht, sind zwei orientierungs- und muskelstarke Männer, eine Schubkarre und natürlich auch ein Sofa.

Und los geht es. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die beiden kurz davor sind, den Laternenpfahl zu touchieren. Das täuscht aber. Sie beherrschten auch die Technik der Richtungsänderung einer doppelhändig gefahrenen Schubkarre. Nicht Glück gehabt, sondern einfach zwei Könner ihres Faches: Mini-Umzug im Kleinformat.
Sofa unterwegsSofa unterwegs
18.7.2011

maaan faaah

ThumbnailAuf einem der vielen Fußwege in diesem Land war ich - natürlich - zu Fuß unterwegs. Diese liegen oft direkt neben einem Fahrradweg, durch unterscheidbare Pflasterung voneinander abgegrenzt und unterscheidbar, vor allem tagsüber und im nüchternen Zustand, nicht des Radweges.

Wenn man sich auf der richtigen Seite des Lebens unterwegs weiß, fühlt man sich sicher, auch bei einem entgegenkommenden Radfahrer.

Das Problem des entgegenkommenden Radfahrers erscheint mir im Rückblick ein für ihn unlösbarer Widerspruch zwischen zwei Verkehrsregeln zu sein.

1. Fußgänger gehen auf dem Fußweg (OK, mal vom Zebrastreifen abgesehen ...) und Radfahrer fahren auf dem Radweg, juristisch besser Radverkehrsanlage (Ausnahme: Rennräder mit passend gekleideten Menschen auf der Maschine)

2. Es gilt in Deutschland der Rechtsverkehr, juristisch einwandfrei Rechtsfahrgebot , festgeschrieben in StVO § 2

Falls Detailwissen erstrebt wird, empfiehlt sich auch die Kenntnisnahme z. B. der Zeichen 237, 240 und 241 (hierbei handelt es sich in dem beschriebenen Vorgang)

Wer einer gewissen Abstraktion fähig ist, wird feststellen, dass es bei im Straßenverlauf links liegendem Fußgängerweg zu einer Störung genau dieser Art kommen kann. (NB: Wenn jemandem auf der rechten Fußgängerseite ein Radfahrer auf dem Radweg entgegen kommt, bedeutet das zwangsläufig, dass dieser/diese in falscher Richtund den Radweg benutzt.

Soweit sogut, oder auch nicht. Also: Der Radfahrer kam mir auf meinem Fußweg entgegen, näher, immer näher. Sollte ich regelwidrig auf den Radweg ausweichen? Nein! Ich kenne die Straßenverkehrsordnung und halte auch vor einer roten Ampel. Der Radfahrer mit klapprigem Rad kam mir näher und näher. Zwei männliche Augenpaare fixierten sich. Das weiße in den Augen war sichtbar nahe. Nachgeben mit Regelverstoß? Ich setze tapfer Fuß vor Fuß. Dann hörte ich diesen Satz in meine Ohrmuscheln dringen:

Maaan faaah daaa rübaaa duuuh aaasch!!!

... und fuhr dann entsprechend der Regel Rechtsfahrgebot über den Grasstreifen an mir vorbei. Glück gehabt, und das auch noch heute. ..

Im zweiten Nachdenken erschließt sich mir aber nicht wirklich, woher der Mann wusste, dass ich auch ein Fahrrad habe? Sieht man das ab einem bestimmten Unnüchternheitslevel anderen Menschen an? Und übersieht gleichzeitig die Bedeutungswirkung von Zeichen 241?

Wenn ich das nur wüsste, ääääh!

Nun gut, er war zumindest auf der richtigen Seite des Radweges unterwegs - und erinnern wird er sich auch nicht mehr dran.
maaan faaah
3.7.2011

Dreh-Scheibe ...

ThumbnailImmer schon wollte ich für meine Modell-Eisenbahn so viele Lokomotiven haben wie möglich, damit es sich endlich lohnen kann, an eine Drehscheibe wenigstens schon mal zu denken. Nur leider nimmt der Dampf auf der Welt ab und Diesel und Stromabnehmer beherrschen zunehmend die Schienenstränge. Aber auch solche Fahrzeuge dürften dann mit hinein in den Lokschuppen, der gewöhnlich hinter einer Drehscheibe zu finden ist.

Wenn eine Lokomotive es bis dort hin geschafft hat und zur Ruhe kommen kann und nicht mehr allen Wettern der Strecke ausgesetzt ist: Nach der Dreh-Scheibe kommt der Ringlokschuppen, damit er neusprachdeutsch zum lock-schuppen (diesmal ohne Haarausfall) werden kann.

Wie einfach das alles praktisch auf Kinder-Level dargestellt werden kann, sieht Mann und Frau hier. Einfach mal einen gleisigen Stichkanal, etwas zum rumdrehen für die Schiene. Fertig ist das alles. Ob da kindliche Phantasie angeregt werden kann, habe ich meine klitzekleinen Zweifel.
DrehscheibeStichkanalKÖF
29.3.2011

vielleicht ziehe ich noch mal um ...

ThumbnailNun habe ich einige Straßenschilder von einer gewissen Norbertstr. zugeschickt bekommen, und wenn ich so die Namen der Straßen betrachte, die bei mir drum herum sind, dann wäre ich vielleicht für eine Namensänderung zu haben. Die neu zu benennende Straße müsste gerechterweise die Vornamen aller hier Wohnenden beinhalten ? und sich nach jedem Umzug verändern. Vermutlich ist das auf die Dauer zu schwierig, bestimmt auch deshalb, weil keiner das Geld hat für diese großen Straßenschilder. Jedenfalls bräuchte dann keiner mehr bei streetview sein Haus pixeln zu lassen. Die Straßenschilder würden schon reichen.

So eine Norbertstraße ist wirklich kein Alleinstellungsmerkmal einer Stadt, da gibt es viele, die bei der Namensvergabe nicht an Norbert vorbei gekommen sind, zum Beispiel Magdeburg, Essen, Münster, Köln, Solingen, Berlin, um nur einige zu nennen.

Hamburg und Bremen haben keine, aber selbst Schläftlarn zwischen München und dem Starnberger See hat eine, Stuttgart keine, Schwerin auch nicht, Mainz und Wiesbaden offenbar auch nicht. Dafür gibt es aber wenigstens eine Norbertastraße in Neuenkirchen. Geschlechtergerechtigkeit muss auch sein ebenso wie eine Norbertanska in Plock (Polen), 100 km nordwestlich von Warschau. Aber deren Partnerstadt Darmstadt hat keine. Schade eigentlich.

So könnte man sich Gedanken darüber machen, in welche Norbert (a)straße ich mal umziehen sollte.

Vielleicht bleibe ich einfach hier und hänge mir ein Foto vor die Tür, oder ich ziehe doch noch mal um, denn es gibt ja auch noch andere schicke Straßennamen.

Wer mag, kann mir weitere Norbertstr-Schilder schicken, aber bitte dabei nicht den Schraubenzieher benutzen.
NorbertstrNorbertstrNorbertstrNorbertstrNorbertstrNorbertstr
8.11.2010

Sonderpreis des Bonifatiuspreises 2010

ThumbnailDie virtuelle und dennoch reale Kirche St. Bonifatius der Internetstadt funcity wurde am 7.11.2010 in Bamberg mit dem Sonderpreis des Bonifatiuspreises für missionarisches Handeln in Deutschland ausgezeichnet. Der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, Monsignore Georg Austen, überreichte Norbert Lübke und Rainer Gelhot vom Seelsorgeteam der Internetkirche die Auszeichnung.

Rainer Gelhot und Norbert Lübke dankten im Namen des gesamten Kirchen- und Kloster- Teams für die besondere Auszeichnung: Unsere Kirche Sankt Bonifatius ist sie ein Zeichen missionarischer Pastoral, die die Menschen dort aufsucht, wo sie sich aufhalten: im Internet, erklärte Gelhot.

Norbert Lübke wies darauf hin, dass das gesamte Kirchenteam die Auszeichnung auch stellvertretend für alle entgegen genommen habe, die sich direkt oder im Umfeld der Internet-Kirche engagieren, und auch für alle, die das Medium Internet nutzen, um dort der Kirche ganz konkret Gesicht und Gesichter zu verleihen.

Beide betonten die Wichtigkeit einer authentischen Präsenz der Kirche auch im Internet. Schließlich habe Jesus überall dort die Menschen gesucht und gefunden, wo sie auffindbar waren: Auf Plätzen, auf einem Berg, in Häusern, also überall, nicht nur in Kirchengebäuden.
Und die berühmte Rede des Paulus auf dem Areopag mache deutlich, dass es darauf ankomme, zur Sache Jesu Christi zu stehen, also auch im Internet.

Wir sind damit auf der richtigen Spur, betonten beide.

In der Internet-Stadt funcity, einer säkular und kommerziell ausgerichteten Community, bietet die 1998 gegründete St. Bonifatius-Kirche Seelsorge für Menschen im Internet an. Mit Fürbitten-Brett, wöchentlichen Themen-Chats, E-Mail-Gemeindebrief, Online-Gottesdiensten und E-Mail-Seelsorge steht die Kirche offen für alle Nutzer. 18 ehrenamtlich engagierte Mitarbeiter aus der Seelsorge und 14 Kloster-Menschen bilden das gesamte Kirchenteam und stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung. St. Bonifatius in funcity eröffnet einen neuen beziehungsweise erneuerten Zugang zu Kirche und Glauben.

Die Preisübergabe fand im Rahmen der Eröffnung der bundesweiten Diaspora-Aktion 2010 statt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden.

Im Internet zu finden unter
Funcity
Bonifatiuswerk

Fotos: Bonifatiuswerk
Logo des PreisesRainer Gelhot und Norbert Lübkealle PreisträgerBonifatiuspreis
12.9.2010

Here There and Everywhere ? Nichts als Umwelt

ThumbnailWenn das so weiter geht, traue ich mich bald nicht mehr aus dem Haus - oder um genauer zu sein, an mein Auto heran. Nicht immer, aber immer öfter finde ich an der Fahrerseitefensterscheibe ein 84 x 52 mm große (aus der Sicht einer Ameise) oder kleine (aus der Sicht eines Elefanten) Karte, wo jemand sich anbietet, mein Auto "aller Art" zu kaufen. Da gibt es eine oder mehrere Telefonnummern (auf den Fotos natürlich geändert), die dann anzurufen sind, jetzt oder später.

Das ginge ja noch und ist OK, wenn nicht auf den Karten ein klitzekleiner Satz zu lesen wäre:
"Bitte diese Karte nicht wegwerfen - der Umwelt zuliebe!"
"Bitte diese Karte nicht wegwerfen - schonen Sie Ihre Umwelt!"

Genau das bereitet mir zunehmend Schwierigkeiten. Wie immer hat das Problem mit der Umwelt zwei Seiten, eine Vorder- und eine Rückseite.

Wenn ich vorderseitig mich dennoch entschließen sollte, die Karte weg zu werfen, müsste ich erst mal eine Mülltrennung machen, denn die Karten sind kunststoffbeschichtet, was sie auch nach einem satten Starkregen fest an der Scheibe klemmen (Adhäsionskraft) und nach dem Trocknen wieder wie neu aussehen lässt.

Wenn ich rückseitig mich folgsam erweise und die Karte nicht weg werfe, bleibt natürlich die Frage: Wo lagern? Mal ganz davon abgesehen, was meine Erben denn dann mit den Stapeln und Kisten anfangen sollen. Stellen Sie sich vor, es handele sich um Multi-Erben. Kaum auszudenken - die bräuchten dann bestimmt eine Lagerhalle oder so was Großräumiges.

So erinnere ich mich an das Prinzip der Müllvermeidung, aber das ist ja bei frei herum stehenden Autos nicht so einfach zu lösen. Da kann ja jeder was dran pappen (beschichtet), wenn man nur will.

Möglichkeit 1: Das Auto in eine Garage stellen und den Schlüssel nicht ausleihen. Geht nicht immer. Ich kann ja die Garage nicht immer mitnehmen, und außerdem verbietet die StVO das Mitnehmen und mutwillige Aufstellen von Garagen auf allgemeinen Verkehrswegen.

Möglichkeit 2: Wintervariante bedeutet, einfach einen Ganzkörperautoüberzug zu kaufen und das Gefährt ohne Kanten, Ecken und Einsteckhilfen einpacken. Dann passt nichts dran. Das ist aber auch schwierig. Haben Sie schon mal bei Schneetreiben das Auto samt Schneeschicht auf dem Dach eingepackt? Ich nicht.

Möglichkeit 3: Fahrtwind bedeutet, so schnell zu fahren, dass die (vorher vorsichtig gelockerte Karte vielleicht mit ein wenig Spucke fixieren - Adhäsionskraft - ) Karte irgendwann in der Landschaft liegen bleibt. Aber dann kommt der Reinigungstrupp, findet die Karte, liest - und ist dann beim gleichen Problem angekommen. Wenn sie nicht lesen, sondern nur entsorgen, wäre das was anderes ...

Möglichkeit 4: Bestand bedeutet, einfach stecken lassen in der Hoffnung, dass die Unterkante der Scheibe nur begrenzt aufnahmefähig ist. Es sollten bei meinem Auto so ca zehn bis zwölf Platz finden. Wenn man diese farblich gruppiert, könnte es sein, dass sich dadurch ein zusätzlicher Schutz durch Sichtbarkeit einstellt. Darauf ist auch der ADAC noch nicht gekommen. Aber wer garantiert mir, dass die rechte Seite dann frei bleibt? Keiner!

Ich bin ratlos. Wer hilft mir beim umweltfreundlichen Fahren?
Autokaufen1Autokaufen1Autokaufen2
1.8.2010

Hier wohnt der Heilige Geist

ThumbnailNeulich mal, man geht ja so in der Nähe der eigenen Wohnung doch so Schritt für Schritt, nicht nur, weil es ein Ziel anzustreben gilt, man den Bus erreichen will oder die S-Bahn (da sieht man schon den einen oder die andere rennen, als ob es ums eigene Leben geht. Mein Tipp: einfach mal 30 Sekunden eher aus der Wohnung raus ...), nein, sondern einfach mal so, wegen der Gesundheit oder der schönen Gegend oder warum auch immer. Man darf ja zwischendurch auch mal was Zweckfreies machen.

Wenn man dann die Augen offen hat und auch noch eine Kamera dabei, dann kann man schon was erleben. Heute geht es um ein schickes, besonderes Vogelhäuschen, was ich so noch nie gesehen hatte. Bestimmt eine Einzelanfertigung.

Wenn ich recht erinnere, ist das Vogelhäuschen der Ort, wo die Vögel ihr Nest bauen. Manchmal werden sie von der einen oder anderen Katze mit der Fell-Streifen-Lizenz zum Fressen brutal ins Tier-Jenseits vertrieben, wenn die Vögel noch nicht im Innern angekommen sind und den Schlüssel umgedreht haben.

Was dieses Vogelhäuschen aber auszeichnet, ist das Kreuz am First, und es unterscheidet sich damit von allen anderen, die rechts und links davon am Mittellandkanal in und an den Bäumen hängen.

Da stellt sich mir die Frage: Wer könnte da wohnen oder für wen ist denn das? Und schnell wurde mir klar: Vogel - Kreuz - das kann doch eigentlich nur die Unterkunft des Heiligen Geistes sein. Etwas in der Luft, herausgehoben mit Kreuz-Zeichen auf dem Dach.
Ich habe gewartet, ob ich ihn sehen kann, diesen
Heiligen Geist auf Quartierfindung - aber es sollte nicht sein.

Vielleicht habe ich auch nicht genügend Verstand, Weisheit, Stärke, Rat, Wissenschaft, Frömmigkeit und Furcht des Herrn gehabt, dazu nicht genügend an Geduld, Zeit und Muße mitgebracht. Vielleicht ist er/sie zur Zeit auch mit anderen Dingen an anderen Orten beschäftigt. Es ist ja an vielen Stellen der Welt etwas zu tun. Deshalb ist das Symbol für den Heiligen Geist wahrscheinlich eben gerade nicht die Schnecke.

Nun denn: Jedenfalls weiß ich jetzt: Der Heilige Geist wohnt - auch - gleich bei mir um die Ecke. Wenn er/sie denn mal da ist. Er/sie kann sich auf mich verlassen. Ich bleibe erst mal hier. Und wenn nicht, dann hoffe ich, dass jemand an einem neuen Standort eine passende Unterkunft bereit stellt - mit Kreuz am First.

PS: Es darf auch gern eine Dreiraumwohnung sein: leben, schlafen, arbeiten.
Vogelhausviele viele
29.3.2010

Partnersuche deutsch - Beziehung fertig

Thumbnailper SPAM

Vor einiger Zeit hat mich eine E-Mail erreicht, die mich von ihrer sprachlichen Form her angesprochen hat, weil man erlesen kann, dass sie stumpf mit oder ohne Wörterbuch ins Deutsche übersetzt worden ist..

Hier also erst mal der Original-Text:

Hallo. Dein hat profil sehr mir gefallen! Ich wollte dich kennenlernen. Meinen Namen Irina. mir 34 Jahre! Ich werde froh sein, dich besser zu erfahren. Schreibe mir, erzahle mir mehr uber dich! Moglich du suchtest dessen selbe Mann ich nach ganzem seinen Leben!!!! Ich will dir gestehen, ich bin zu den ernsten Beziehungen fertig! Hier suche ich seine zweite Halfte. Ich werde sehr froh sein, wenn wir einander gefallen werden!

Was ich mich inständig, inbrüstig und vollkommen sehnsuchtslos frage:

- Wieso ist eine ernste Beziehung fertig? ? Das war doch mal der Satz von Herrn Trappatoni, als dieser noch Trainer beim Fc Bayern München war? **
- erfahren: Naja, ich habe seit Jahren das gleiche Auto
- Wer fertig ist mit ernsten Beziehungen, der oder die sucht doch nicht noch danach?
- Was ist seine zweite Hälfte. Die obere oder untere, die rechte oder linke?
Oder bin ich da einfach zu unsensibel?
Was ist bitte schön der selbe Mann? Oder heißt es der gleiche Mann ?
Bin ich ich oder bin ich mich nicht oder ich nicht oder nicht-ich?
Oder bin ich vielleicht ganz am Ende ein Walros ? ein walrus der Beatles?

Was Irina vergessen hat: Es gibt ja auch noch den Dritten Mann , oder doch nicht? Weiss (nicht die Farbe) Mann nach einer solchen Mail das schon? Jedenfalls ist diese jetzt dort gelandet, wo all solch Zeug hingehört, im Junk-Ordner.

Dank an Irina. Jetzt brauche ich nur noch ca. 0,000001 Sekunden fürs Löschen, wenn das nicht schon wie von selbst geschieht im Thunderbird.

______________________________________________
** Am 10. März 1998, zwei Tage nach einer 0:1-Niederlage gegen den FC Schalke 04 regt sich der damalige Fc-Bayern-Coach Giovanni Trapattoni über einige Spieler auf.
7.3.2010

Nabelschaltung

ThumbnailEs scheint eine technische Neuerung bei der Fortbewegung zu geben. Viele Generationen von Tüftlerinnen und Tüftlern hatten sich bemüht, auch bei der Fortbewegung einen gewissen Komfort einzuführen.

im letzten Jahrhundert saß Mann auf einem Auto-Mobil noch wie auch einem Kutschbock, Raketen kratzten noch nicht durch das Weltall, GPS war nicht nur als Abkürzung ein Fremdwort, und Fahrräder hatten aus heutiger Sicht noch einen rudimentären Komfort.

Rennräder hatten am Rahmen die Schaltung der Ritzel, aber dann kam Schritt für Schritt der Fort-Schritt: Mann und Frau konnten schon mit Handgriff am Lenker schalten, wobei Frauen offenbar eher die Schaltung in der Hinterachse bevorzugen samt des kräftigen Rücktritts, Männer hingegen eher die offenliegende Schaltung samt Felgenbremsen.

Jetzt ist offenbar ein weiterer Durchbruch in der Fahrrad-Geschichte gelungen, der besonders die freihändig Fahrenden beeindrucken wird: Die Nabel-Schaltung. Warum auch immer am Fahrrad herumfingern, wenn es anders möglich ist.

Kann ja sein, dass es eher eine Sommer-T-Shirt-bauchfrei-Schaltung ist, diese Nabel-Schaltung. Nicht auszudenken, was es im vermummten, Schal- und Mütze-Einsatz und Jackenfutter erforderlichen Winter bedeutet, mit dieser Nabel-Schaltung klar zu kommen. Zentrales Entblößen beim Beschleunigen oder Abbremsen. Wie auch immer: Im Winter wird es kalt, im Sommer wäre es der Fahrtwind, der dann kühlt.

Wenn da nicht nur der Dreckfuhler-Teeful zugeschlagen hätte?
3-Gänge-Nabel
17.11.2009

Die Ellenbeuge - ein vergessener Körperteil

Angesichts der steigenden Zahlen von Infizierten, die sich mit schnell steigendem Fieber und allgemeinem Unwohlsein plagen, gibt es einen Rat: Wenn man schon niesen muss, dann bitte nicht mit mehr als 100 km/h die Bazillen aus der Nase in die Gegend verteilen, sondern sich die Vorteile des menschlichen Körpers zunutze zu machen:

Einfach Arm hoch (je nachdem, ob Rechts- oder Linkshänder), den Arm am Ellenbogen anwinkeln, so auf ca 90 Grad (Winkel, nicht Temperatur) und Nase rein, bitte rechtzeitig, damit sich alle Umstehenden erfreuen können. Da hat es jemand kapiert, was zu tun ist. Rein-niesen in Hemd oder Bluse, Pullover oder Sakko, Mantel oder Jacke, egal, Hauptsache raus aus dem allgemein verfügbaren Luft-Raum.

Aber was mache ich dann mit den möglicherweise dort sich einnistendem Virus? Jedenfalls trägt man den erst mal mit sich rum, bis das Kleidungsstück in die Nähe einer Waschmaschine gelangt.

Ich horche auf: Ellenbeuge?! Es gibt in Viren-freien Zeiten andere wichtige Körperteile, aber jetzt? Ellenbeuge ist einfach angesagt.

Für die Sportlichen unter uns bietet sich mit gleichem Ergebnis noch die Kniebeuge (was für Gelenkige) oder die Achselhöhle an (was für Fortgeschrittene).

Hallo Ellenbeuge! Du bist ein Teil von mir, vernachlässigt, jenseits aller Aufmerksamkeit, jenseits aller Beachtung. Das soll und wird sich ändern.

Hatschi ? wer zu spät mit der Nase in der Ellenbeuge landet, der wird mit dem Virus bestraft.
5.10.2009

Neulich beim Bäcker

ThumbnailWieder mal eine kleine Schlange, wieder mal morgens, wieder mal fast nur Männer (die Kinder bekommen ein kleines Croissant), direkt vor mir: Der Dialog zwischen Mann und Frau beim Bäcker:

Bedienung (w): Sie wünschen?
Mann (m): (schaut auf seinen Zettel) 2 Stück Apfelkuchen
Bedienung (w): (packt ein) Noch ein Wunsch?
Mann (m): Ein Brötchen mit Körnern (merke: Kein Blick auf irgendeinen Zettel)
Bedienung (w): Was für eins soll es denn sein?
Mann (m): Ein Brötchen mit Körnern
Bedienung (w): Ja, aber was für eins, wir haben da verschiedene.
Mann (m): Ein Brötchen mit Körnern, ich kaufe hier immer ein Brötchen mit Körnern
Bedienung (w): Entschuldigung, wir haben verschiedene Sorten, was soll es denn sein?
Mann (m): So wie beim letzten Mal, ein Brötchen mit Körnern.
Bedienung (w): Ein Sesambrötchen, oder Vollkorn, oder Weltmeister, oder Franzoseneck, oder (wird unterbrochen)
Mann (m): Ja, ein Brötchen mit Körnern, wie beim letzten Mal.
Bedienung (w): Ja, was soll ich Ihnen denn in die Tüte tun, schaun Sie sich mal um.
Mann (m): Wenn Sie kein Brötchen mit Körnern haben, dann nehme ich noch zwei Hefestücke.
Bedienung (w): Gut, dann packe ich Ihnen die ein.

Merke: Wenn Frau einen Mann los schickt, und sei es auch nur zum Brötchenkaufen, bitte den Einkaufszettel vollständig ausfüllen. Deshalb trifft den Mann auch keine Schuld, dass er kein Brötchen mit Körnern kaufen konnte.



ist es d a s Brötchen mit Körnern?
22.9.2009

Wenn schon ...

Thumbnail... denn schon, mag sich mancher denken, wenn etwas schief geht.
Aber warum dann gleich den Kopf in den Sand stecken oder verzweifeln?

Wir kennen doch die Strategien, die zum Schönreden notwendig sind: Einfach die Fakten umdeuten, neu interpretieren, und wenn dann das Wasser bis zum Hals steht: Nur nicht den Kopf hängen lassen.

Mir ist ein Satz von Warren Buffet, einem Investmentbanker und Milliardär, zugespielt worden, und den will ich einfach mal weiter geben:

"Durchschnittliche Inkompetenz reicht nicht, man muss die Dinge auf komplett irre Weise in den Sand setzen."

Das geht natürlich leichter, wenn man auf einer Insel ist. Aber warum muss man sich das so schwer machen?
19.9.2009

Der Wertstoffhof

ThumbnailEin Ort für Menschenkenntnis

Die Sonne scheint, der Tag steht vor dir, und noch ein Auto mit Fahrer, welches ebenso wie du selbst auf den Wertstoffhof will, um sich zu erleichtern. Das Einfahrt-Tor ist geschlossen, und so soll es auch noch acht Minuten bleiben, dann ist 9.00 Uhr, und dann wird die Müll-Sammel-Aktion dort losgehen.

Die Sonne scheint, die Schlangen auf beiden Seiten der Straße wird länger. Da kommt ein schwarzer PKW mit vier Ringen und vollem Anhänger und stellt sich direkt vor das Tor in die Einfahrt, der Hänger wird zum Fußgänger, denn da steht er ja auch.

Einen Hinweis auf das Ende der Schlange wird vom Fahrer ignoriert, jedenfalls bis ein Containerfahrzeug kommt, und ein Mann mit organge-farbener Weste aussteigt und mit einem klaren Fingerzeig den Weg weist.

Der geht erst mal rückwärts, und wer es nicht gewohnt ist, mit einem Hänger am Haken rückwärts zu fahren, hat da seine Mühe. Aber es gelingt dann doch. Weg ist er. Das Tor öffnet sich, das Containerfahrzeug fährt ein, das Schild "Containerwechsel" wird aufgehangen - Ordnung muß sein, es ist 9.02 Uhr. Das Tor zu, die Sonne scheint, die Autoschlange wird länger, ganz lang. Ein Ziel vereint die Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner: Der Müll muß weg!

Auf einmal kommt das schwarze Auto mit Hänger und Mann am Steuer wieder, es hatte offenbar den Weg um den Block gefunden - bis direkt vor das immer noch geschlossene Tor.
Da steht es nun wieder in der Pool-Position - und die orange Weste ist auf der anderen Seite. Werden die ersten also die letzten sein? Das war mal anders versprochen, oder?

Das Tor geht auf, alle wollen auf einmal auf den Hof, aber das Tor ist zu schmal für 50 Autos. Vielleicht ein Konstruktionsfehler? Es gibt Gedränge, manche Hupe funktioniert tadellos, jede-r will drauf, und wenn das geschafft ist, wird einfach dort das Auto abgestellt, wo es für den Fahrer/die Fahrerin am besten ist. Gut wäre, einen Weg frei zu lassen, besser ist aber besser: Da will ich hin und da stelle ich mich auch hin, jedenfalls erst mal mein volles Auto. Es gibt eben unterschiedliche Interessen: Die einen wollen zum Bauschutt, andere Elektrogeräte oder Altpapier los werden, andere Metall oder Holz, Batterien oder Sperrmull. Plastik und Verpackung darf man auch dabei haben.

Gleicher Tag, anderer Wertstoffhof, was früher Mülldeponie hieß: Andere Autos, andere Menschen, gleiches Verhalten. Mein Parknachbar spricht mich an, zeigt auf einen Querfeldein-Parker und sagt: Der denkt wohl, er ist allein auf der Welt. Ich denke mir: Bestimmt nicht! Denn wer allein auf der Welt ist, kann sich nicht vordrängeln.

Da hatte ich aber Glück gehabt. Ich war drauf, andere nicht, denn das Schild "Containerwechsel" wurde aufgehängt. Draußen Schlange, innen Platz: Holz in Container, Batterien entsorgt, Plastik zu Plastik, Sperrmüll zu Sperrmüll. Dann war das Auto leer, mal von mir abgesehen, Tor zu: Menschenfreundlichkeit in oranger Jacke: Tor auf, mit Auto raus, andere draußen und warten. Da stehen sie alle, nichts geht mehr.

Was Müll doch aus Menschen machen kann!
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